Klaus Meiser (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Meiser verteidigt Anstellung seiner Partnerin

Thomas Gerber / Onlinefassung: Thomas Braun   08.01.2018 | 20:12 Uhr

LSVS- und Landtagspräsident Klaus Meiser hat die Anstellung seiner Lebensgefährtin beim Sportverband zwar grundsätzlich verteidigt, aber dennoch Fehler eingeräumt. Meiser sagte, es wäre besser gewesen, das Beschäftigungsverhältnis zu beenden, nachdem sie ein Paar geworden seien.

Meiser verwies darauf, dass die Anstellung der 54-Jährigen satzungsgemäß gewesen sei. Denn das Präsidium des LSVS, das für Einstellungen laut Satzung zuständig ist, sei darüber informiert gewesen und habe ihm Prokura erteilt. Allerdings räumte Meiser ein, dass er bei jener Sitzung keine konkreten Gehaltszahlen genannt und es auch keinen förmlichen Beschluss gegeben habe. Der sei aber auch nicht nötig gewesen.

Meiser betonte, dass seine Lebensgefährtin für ihr Gehalt von monatlich 1200 Euro brutto eine adäquate Gegenleistung erbracht habe. Sie habe nicht nur seine Termine als LSVS-Präsident koordiniert, sondern unter anderem bei Sitzungen mit Fachverbänden Protokoll geführt. Mittlerweile ist die 54-Jährige nicht mehr für den LSVS tätig. Ihr Arbeitsvertrag war im Dezember auf ihren eigenen Wunsch aufgelöst worden. Die Stelle wird voraussichtlich nicht wieder besetzt. Auch im Landtag wird sie künftig andere Aufgaben übernehmen, wie ein Landtagssprecher am Montag mitteilte.

Mit Blick auf die Finanzaffäre beim LSVS erklärte Meiser erneut, dass die finanzielle Lage des Verbands zwar schwierig sei, die Fachverbände aber ihre Zuschüsse bekämen. Der Steuerzahler werde in keinem Fall für die Ungereimtheiten zur Kasse gebeten.

Uni fordert 420.000 Euro vom LSVS

Unterdessen hat die Universität ihre Forderungen gegenüber dem LSVS konkretisiert. Der geschasste Geschäftsführer Paul Hans hatte zweieinhalb Jahre lang nur etwa die Hälfte der fälligen Fernwärmekosten von 38.000 Euro monatlich überwiesen. Nach Abzug der Hallenmieten für den Unisport, so die Univerwaltung auf SR-Anfrage, habe der Verband derzeit noch rund 420.000 Euro inklusive Mahngebühren zu zahlen. Darüber werde es in der kommenden Woche ein "klärendes Gespräch" geben.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht im SR Fernsehen vom 08.01.2017 berichtet.

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