Das Logo der Steag (Foto: dpa)

Steag prüft Klage gegen Kohleausstieg

Karin Mayer   03.07.2020 | 20:27 Uhr

Der Steag-Konzern prüft eine Klage gegen den beschlossenen Kohleausstieg. Die Betreiber von Steinkohlekraftwerken würden beim Ausstieg aus der Kohleverstromung benachteiligt, sagte Steag-Sprecher Martin Hennes dem SR.

Der Vorsitzende der Steag-Geschäftsführung, Joachim Rumstadt, will rechtliche Schritte gegen das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz prüfen. Der Grund: Während die Braunkohle-Standorte feste Zusagen für Entschädigungen erhalten, müssten Steinkohlestandorte sich in Auktionen bewerben. Nur der günstigste Anbieter könne mit einer Entschädigung rechnen. Zudem könne ein Veto des Netzbetreibers die Stilllegung dann noch verhindern.

Zukunft von Werken unklar

Was die beschlossene Regelung für die Kohlekraftwerke in Weiher, Bexbach und Fenne bedeutet, ist nach Unternehmensangaben unklar. Derzeit werden Weiher und Bexbach als systemrelevante Standorte vorrübergehend vom Netzwerk bezahlt. Bisher hatte Steag den Plan, die Kohlekraftwerke nach dem Atomausstieg 2022 wieder ans Netz zu bringen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 03.07.2020 berichtet.

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