Am ehemaligen Bergwerk Reden wird Grubenwasser über Tage befördert. (Foto: Imago/Becker&Bredel)

6800 Einwendungen gegen Grubenwasserkonzept

mit Informationen von Karin Mayer   16.02.2018 | 11:30 Uhr

Beim Saarbrücker Oberbergamt sind über 6800 Einwendungen gegen das Grubenwasserkonzept der RAG eingegangen. Das hat ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums dem SR mitgeteilt. Die Einwendungsfrist war um einen Monat verlängert worden.

Zu den 6800 Einwendungen beim Oberbergamt kommen noch 98 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, also Kommunen, Stadtwerke oder Wasserversorger. Das hat ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums mitgeteilt. Dem SR sagte er, es seien fünf Mitarbeiter beim Oberbergamt damit beschäftigt, die Einwendungen abzuarbeiten.

"Da ist eine Art Dauerprotest am anrollen"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger/Karin Mayer, 16.02.2018, Länge: 02:51 Min.]
"Da ist eine Art Dauerprotest am anrollen"

Da teilweise das Unternehmen RAG aufgefordert werden müsse, Stellungnahmen abzugeben, werde es sehr lange dauern, die Einwendungen abzuarbeiten. Das Planfeststellungsverfahren werde sich weiter in die Länge ziehen. Ursprünglich war die Frist bereits am 15. Januar abglaufen. Aber da das Oberbergamt den Entsorgungsverband Saar (EVS) als Verfahrensbeteiligten vergessen hatte, war die Frist um einen Monat verlängert worden.

7700 Unterschriften für Onlinepetition

Der Illinger Bürgermeister Armin König, sagte dem SR, die große Zahl an Einwendungen zeige, dass viele Menschen mit den Plänen zum Grubenwasser nicht einverstanden seien. Manfred Reiter vom Landesverband der Bergbaubetroffenen (IGAB) sagte, viele Menschen seien wegen der Grubenwasservorhaben in Sorge. Knapp 7700 Bürger hätten deshalb eine Online-Petition gegen die Pläne der RAG unterschrieben. Der Landesverband hat alle Landtagsabgeordneten angeschrieben und wartet nun auf Reaktionen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 16.02.2018 berichtet.

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