Bauarbeiten im Ludwigsparkstadion, Saarbrücken. (Foto: SR)

Krisensitzung wegen Ludwigspark-Umbaus

  01.03.2017 | 07:06 Uhr

Wegen der Kostensteigerungen beim Umbau des Ludwigsparkstadions hat die Landeshauptstadt eine Krisensitzung einberufen. Der Umbau könnte bis zu acht Millionen Euro teurer werden als geplant. Zur Diskussion steht nun die Variante, auf eine Gästetribüne zu verzichten, um Kosten zu sparen.

In der Sondersitzung des Werks- und des Sportausschusses des Saarbrücker Stadtrates am Aschermittwoch will Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) die Ratsmitglieder über den aktuellen Sachstand informieren. Aufgrund der "rechtlichen Gegebenheiten" soll die Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, es ist aber noch eine Pressekonferenz geplant.

Die Stadt wies im Vorfeld darauf hin, dass das Verhandlungsverfahren für den Neubau von zwei Tribünen, dem Funktionsgebäude und der technischer Infrastruktur noch nicht abgeschlossen ist.

Mehrkosten von acht Millionen Euro

Vor knapp zwei Wochen hat der neue Saarbrücker Baudezernent Heiko Lukas über die Kostensteigerung beim Ludwigsparkumbau informiert. Statt den bislang angenommen 20 Millionen Euro rechnet er nun mit 28 Millionen Euro, wenn die Baumaßnahmen wie geplant umgesetzt werden. Ursprünglich waren einmal 16 Millionen veranschlagt worden, aber bereits vor einem Jahr nach oben korrigiert worden.

Als Hauptgrund für die neuerliche Kostensteigerung führte Lukas die anhaltend gute Baukonjunktur und den dadurch geringen Wettbewerbsdruck in der Branche an.

Verzicht auf Gästetribüne?

Um das Stadion doch noch im geplanten Budgetrahmen umzusetzen, hat SPD-Fraktionschef im Stadtrat, Peter Bauer, eine neue Variante ins Spiel gebracht. Er schlägt vor, das Stadion zunächst in Hufeisenform ohne Gästetribüne zu bauen. In den kommenden Jahren solle die Stadt dann die restlichen acht Millionen auftreiben und damit die vierte Tribüne und weitere Außenarbeiten angehen.

Über dieses Thema wurde am 1. März auch in den SR-Hörfunknachrichten berichtet.

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