Abriss Ludwigspark (Foto: Alexander M. Groß)

Neuer Ludwigspark ohne Gästetribüne?

Kai Forst mit Informationen von Nadine Thielen   21.02.2017 | 17:49 Uhr

Das Ludwigsparkstadion muss nach dem Umbau offenbar mit nur drei statt vier Tribünen auskommen. Das sehen zumindest die Sparpläne von SPD-Fraktionschef Bauer im Saarbrücker Stadtrat vor. Der neue Ludwigspark könnte demnach zunächst in Hufeisenform ohne Gästetribüne eröffnet werden.

Woher soll das Geld für den immer teurer werdenden Ludwigspark kommen? Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hatte nach der zuletzt bekannt gewordenen Kostenexplosion erklärt, dass das Land keinesfalls mehr Mittel zur Verfügung stellen werde als den Zuwendungsbetrag von 14,5 Millionen Euro. Das setzt die Stadt als Bauherren unter Zugzwang. Und so hat Peter Bauer, Fraktionschef der SPD im Saarbrücker Stadtrat, am Dienstag seine Pläne offen gelegt, wie er beim Umbau sparen will.

Video [aktueller bericht, 21.02.2017, Länge: 2:18 Min.]
Vorschlag der SPD Saarbrücken zum Ludwigsparkstadion

Hufeisen mit drei statt vier Tribünen

Dabei ist die Lösung für Bauer simpel aber wirkungsvoll: Das Stadion soll kommen - aber erst einmal ohne Gästetribüne. So müsste die Stadt erst einmal nur 20 Millionen Euro zahlen, würde also bei den zuletzt berechneten Kosten bleiben können. Mehr als 10.000 Plätze würde diese Version eines Hufeisen-Stadions bieten.

Entscheidung im März

In den kommenden Jahren soll die Stadt dann die restlichen acht Millionen auftreiben und damit die vierte Tribüne und weitere Außenarbeiten angehen. Bauer würde das Geld am liebsten über eine Betriebsgesellschaft finanzieren: Als Betreiber des Stadions würde die Gesellschaft Einnahmen erzielen, die dann direkt in den Bau der vierten Tribüne fließen sollen. SPD-Mann Bauer hofft nun, dass der Vorschlag im März durch die rot-rot-grüne Mehrheit im Stadtrat abgenickt wird. "Der Weg wird sicherlich schmerzhaft und steinig, aber die Alternativen wären nicht besser. Eines ist sicher: Jedes Geknaube und jedes Provisorium würde wesentlich teurer."

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 21.02.2017 berichtet.

Artikel mit anderen teilen