Als der Krieg über uns gekommen war (Foto: Bildarchiv Historisches-Museum-Saar)

Überblick: Der Erste Weltkrieg

 

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Er war der erste mit Hilfe der Industrie geführte Massenkrieg und begann mit dem Attentat von Sarajevo. Am Ende befanden sich drei Viertel der Weltbevölkerung im Krieg. Mehr als 17 Millionen starben. Die Menschen litten unter Lebensmittelknappheit und Städte wie Saarbrücken unter ständigen Fliegerangriffen. Aber nicht nur das Kriegsgeschehen, sondern auch die Folgen nach dem Waffenstillstand trafen besonders die Saargegend.

Von 1914 bis 1918 herrschte ein Krieg der Deutschland und ganz Europa veränderte. Begonnen hatte er mit dem Attentat von Sarajevo. Die Reaktion Österreichs bestand aus einer Kriegserklärung an Serbien. Schnell griffen auch die jeweiligen Bündnispartner in die Auseinandersetzung ein.

Der Erste Weltkrieg begann und auch die Region an der Saar war betroffen. Die anfängliche Begeisterung für den Krieg schwand nach kurzer Zeit. Grund war die chaotische Alltagssituation, aber auch die neuartigen Luftangriffe, die vor allem Saarbrücken trafen. Auch die Industrie in der Saargegend spürte die Auswirkungen des Krieges. Sie litt unter Bombenangriffen, leistete aber einen wichtigen Beitrag zur Rüstungsproduktion. Die an der Front kämpfenden Männer wurden unter anderem von Kriegsgefangenen ersetzt, die in den Gruben arbeiten mussten.

Das naheliegende Metz als Lazarettstation und unweit der Front war ebenfalls vom Kriegsgeschehen betroffen. Die Situation und Auswirkungen waren allerdings andere als in Saarbrücken. Vor allem hat sich das Bild der Hölle von Verdun als Bild des Ersten Weltkriegs eingeprägt. Im Kampf um wenige Meter Boden fielen über 300 000 Soldaten, mehr als 400 000 wurden verletzt. Die Zustände waren aufgrund des tagelangen Ausharrens und des Leichengestanks erschreckend.

Die Hölle von Verdun
Der Name "Verdun" steht für eines der blutigsten Kapitel des Ersten Weltkrieges. Menschenmassen fielen im Kampf um wenige hundert Meter Boden. Bis heute ist das Massensterben an den Fronten des Städtchens Verdun ein Symbol für das menschenverachtende Antlitz des Krieges.

Erst 1918 endete der Krieg: Aufgrund der aussichtslosen Lage des deutschen Heeres wurde am 11. November ein Waffenstillstandsvertrag mit den Alliierten unterzeichnet. Arbeiter- und Soldatenräte gründeten sich für die Übergangszeit, waren aber nur von kurzer Dauer. Wenige Tage davor hatte die Novemberrevolution die Monarchie in Deutschland beendet und Philipp Scheidemann die Deutsche Republik ausgerufen.

Dem Waffenstillstand folgten 1919 die Verhandlungen über den Friedensvertrag, die von den Alliierten geführt wurden und bei denen das Deutsche Reich als Verlierer kein Mitspracherecht hatte. Die Unterzeichnung erfolgte unter Protest der Deutschen im Juni im Versailler Schloss. Dieser Versailler Vertrag trat am 10. Januar 1920 in Kraft. Das darin enthaltene Saarstatut hatte weitreichende Folgen für das Gebiet an der Saar. Erstmals wurde es zu einer politischen Einheit zusammengefasst und unter die vorläufige Herrschaft des Völkerbundes gestellt. Das bildete die Grundlage für seine spätere Eigenständigkeit.


Der Beginn des Ersten Weltkrieges

Auslöser war das Attentat von Sarajevo. Am 28. Juni 1914 wurden der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau durch einen serbischen Nationalisten ermordet. Als Reaktion darauf erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg.

Es folgte eine Kettenreaktion, denn die jeweiligen Bündnispartner griffen ebenfalls in den Krieg ein. Die Deutschen standen auf der Seite von Österreich-Ungarn. Russland dagegen unterstützte Serbien. Als das Deutsche Reich auch Frankreich den Krieg erklärte, traten auch die Franzosen und Großbritannien in den Krieg ein.

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