Eine Krankenpflegerin reicht einem Patienten in einem Klinikum ein Glas Wasser (Foto: picture alliance/Daniel Karmann/dpa)

Schwesternverband fordert konsequentere Coronatests

Thomas Gerber   31.03.2020 | 17:17 Uhr

Der Ottweiler Schwesternverband - einer der größten Träger von Einrichtungen der Alten- und Behindertenbetreuung im Saarland - hat konsequentere Coronatests gefordert. Außerdem verfüge der Verband nur noch über Restbestände bei der Schutzausrüstung.

Es wäre wünschenswert, dass alle Bewohner vor ihrer Aufnahme aus dem Krankenhaus getestet würden, sagte ein Sprecher dem SR. Gleiches gelte für sämtliche Bewohner und Mitarbeiter, die Anzeichen einer Coronainfektion zeigten. Derzeit würden nur diejenigen getestet, die sich entweder in einem Risikogebiet aufgehalten oder Kontakt zu einem bestätigten Coronafall gehabt hätten und selbst Symptome aufwiesen. Dies sei viel zu wenig.

Wie der Schwesternverband weiter mitteilt, sei in seinen Einrichtungen im Saarland bislang noch kein Coronafall aufgetreten. Trotzdem habe man die Hygienevorschriften verschärft und bereits vor dem offiziellen Erlass der Landesregierung ein weitgehendes Besuchsverbot ausgesprochen.

Zu wenig Schutzausrüstung

Die Vorräte an Schutzmaterialien reichten aktuell voraussichtlich maximal bis Ostern. Bei Schutzkitteln verfüge der Verband nur noch über Restbestände. Bei Mund-Nasen-Schutz und FFP2 Masken sei die Situation ähnlich. Hier sei man dazu übergegangen, Mund-Nasen-Schutz-Masken selbst herzustellen.

Im Saarland betreibt der Schwesternverband Pflegeheime mit insgesamt rund 1500 Plätzen - Standorte sind unter anderem Schwemlingen, Eppelborn und Ottweiler.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 31.03.2020 berichtet.

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