Das LSVS-Gelände  (Foto: SR)

LSVS-Neuanfang: Politik bleibt zurückhaltend

Ulrich Hauck   17.09.2018 | 16:31 Uhr

Die saarländische Landespolitik bewertet die personelle Neu-Aufstellung beim Landessportverband zurückhaltend. Die Fraktionen fordern vom neuen Präsidenten Adrian Zöhler, die versprochene Transparenz im Verband herzustellen.

Aus Sicht von CDU- und SPD-Fraktion ist eine neue, handlungsfähige Verbandsführung nötig, um die Sanierung mit Hilfe der Banken erfolgreich zu einem Ende zu bringen. Für AfD-Fraktionschef Josef Dörr war es zudem an der Zeit, dass ein kleiner Schlussstrich gezogen wurde.

Linke fordert Satzungsänderungen

Video [aktueller bericht, 17.09.2018, Länge: 2:58 Min.]
Fraktionen zum Neuanfang beim LSVS

Der Linksfraktion reicht die personelle Neu-Aufstellung indes nicht aus. Sie fordert Satzungsänderungen, die beispielsweise regelmäßiger stattfindende Mitgliederversammlungen ermöglichen. Außerdem soll das Geld für den Sport – wie in anderen Bundesländern – nach klaren Regeln verteilt werden.

Regelungsbedarf sieht hier auch CDU-Fraktionschef Alexander Funk. Er fordert eine Arbeitsgruppe aus Sport, Politik und Experten, die Vorschläge für die künftige LSVS-Struktur und Kontrolle macht. Die Frage, wie die Gelder für den Sport verteilt werden sollen, sei ebenfalls noch nicht beantwortet. Eine Kontrolle des Landtags schließt auch er nicht aus.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.09.2018 berichtet.

Politik & Wirtschaft
Die Finanzaffäre beim LSVS
Der Landessportverband für das Saarland (LSVS) ist von einer Finanzaffäre betroffen. Seit Bekanntwerden im Dezember vergangenen Jahres dringen immer mehr Details an die Öffentlichkeit. Wir zeichnen die bisherige Entwicklung in unserer Zeitleiste nach.

Artikel mit anderen teilen