Gäste bei Frank Plasberg: Lisa Ortgies, Monika Frommel, Christoph Amend, Katarina Barley und Thomas Kleist (Foto: WDR/Oliver Ziebe)

Fall Dieter Wedel Thema bei "hart aber fair"

Nadine Thielen   06.02.2018 | 11:47 Uhr

Im Rahmen von mehreren Film- und Serienproduktionen soll der Regisseur Dieter Wedel Schauspielerinnen sexuell belästigt haben – bis hin zur Vergewaltigung. Jetzt mischt sich auch die Politik ein. In der ARD-Sendung „hart aber fair“ forderte Bundesfamilienministerin Barley Aufklärung durch die öffentlich-rechtlichen Sender: Dabei ging es auch auf die Rolle des Saarländischen Rundfunks. SR-Intendant Thomas Kleist stellte sich der Diskussion.

Sie finde es sehr respektabel, was Herr Kleist da mache, sagte die geschäftsführende Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) am Montagabend in der Talkrunde im Ersten gerichtet an SR-Intendant Thomas Kleist. Kleist hatte nach dem Bekanntwerden neuer Vorwürfe gegen Dieter Wedel im Rahmen einer Serien-Produktion für den SR Anfang der 80er Jahre volle Transparenz angekündigt.

Barley und Kleist waren sich einig, dass es sich bei dem mutmaßlichen Missbrauch von Macht in Form von sexueller Übergriffe um ein gesellschaftliches Problem handele, das angegangen werden müsse. Barley machte deutlich: Auch wenn die Fälle rund um Dieter Wedel schon zum Teil fast 40 Jahre zurücklägen, gebe es heute  immer noch sexuelle Übergriffe – nicht nur in der Filmbranche.

Intendanten beraten zum Thema

Die Zeitung "Die Zeit" hatte vor eineinhalb Wochen Vorwürfe gegen Wedel veröffentlicht, wonach er Schauspielerinnen unter anderem während einer SR-Produktion massiv sexuell belästigt haben soll. Bei Produktionen des ZDF und des NDR soll es laut der "Zeit" zu ähnlichen Vorfällen gekommen sein. Dieter Wedel hat sich bisher nicht zu den neuen Vorwürfen geäußert. Die Vorwürfe rund um den Regisseur sind heute auch Thema beim Treffen der ARD-Intendanten in München. SR-Intendant Kleist hatte den Punkt auf die Tagesordnung setzen lassen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.02.2018 berichtet.

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