SLLV fordert mehr Sonderpädagogen

  19.09.2014 | 11:01 Uhr

Zwei Lehrer pro Klasse: Der Saarländische Landeslehrerverband (SLLV) hat eine deutliche Erhöhung der Planstellen für Sonderpädagogen in Grundschulen gefordert. Nur mit einer Doppelbesetzung jeder Klasse könne Inklusion gelingen.

Die Erhöhung um 15 Stellen im Vergleich zum Vorjahr sei keine deutliche Verbesserung, um behinderte Kinder zu fördern und die Lehrkräfte an Grundschulen zu unterstützen, erklärte der Verband. 120 Förderschullehrer könnten den Bedarf im Land bei weitem nicht decken.

Förderschulen müssen versorgt werden

Der SLLV kritisierte auch Bildungsminister Commerçons Vorschlag abzuwarten, bis sich Eltern langfristig zwischen Förder- und Realschule entschieden haben.

Politik & Wirtschaft
Sonderpädagogen an allen saarländischen Grundschulen
Im Saarland sind seit diesem Schuljahr an allen Grundschulen Sonderpädagogen im Einsatz. Das Bildungsministerium teilte auf SR-Anfrage mit, landesweit seien insgesamt 120 Förderschullehrer an den Grundschulen tätig. Das sind 15 mehr als im letzten Schuljahr.

Der Bestand der Förderschulen werde bestehen bleiben und müsse weiterhin mit Sonderpädagogen versorgt werden, so die stelllvertretende Vorsitzende des SLLV, Michaela Günther. Nur dann hätten die Eltern eine echte Wahlmöglichkeit.

Mit der Einführung der Inklusion in der Grundschule zum laufenden Schuljahr waren 15 zusätzliche Förderschullehrerstellen in saarländischen Grundschulen geschaffen worden.

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