Der Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) sitzt vor Beginn des Prozesses wegen Untreue im Landgericht.  (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Schneidewind vorläufig suspendiert

Diana Kühner-Mert / Onlinefassung: Axel Wagner   27.03.2019 | 18:42 Uhr

Das Landesverwaltungsamt hat den im Februar wegen Untreue verurteilten Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) vorläufig vom Dienst suspendiert. Das hat das Innenministerium auf SR-Anfrage mitgeteilt. Vorerst bezieht Schneidewind dennoch weiter seine Bezüge.

Über eine eventuelle Kürzung sei noch nicht entschieden, da dafür eine detaillierte Prüfung von Schneidewinds finanzieller Situation notwendig sei. Nach Auskunft des Innenministeriums könnten die Bezüge um bis zu 50 Prozent gekürzt werden.

Schneidewind war wegen der „Detektivaffäre“ zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dagegen hat er Berufung eingelegt. Bis über sie entschieden ist, bleibt er vom Dienst suspendiert.

Verlust der Pension droht

Wird das Urteil in jetziger Höhe rechtskräftig, würde der SPD-Politiker sein Amt und sämtliche Versorgungsansprüche endgültig verlieren.

Im Prozess gegen Schneidewinds Amtsvorgänger Karlheinz Schöner (SPD) war es am Mittwoch überraschend zu einem Deal gekommen. Nachdem Schöner die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bislang bestritten hatte, hat der Angeklagte nun ein Geständnis abgelegt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 27.03.2019 berichtet.

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