Ein Automechaniker prüft den Ölstand eines Fahrzeugs (Foto: IMAGO / YAY Images)

Das Auto sicher für den Winter machen

  29.10.2022 | 19:45 Uhr

Schnee, Matsch, Glätte und schlechte Sicht – keine gute Kombination für Autofahrer. Damit das Fahrzeug für den Winter gut gerüstet ist, empfiehlt der ADAC einen umfangreicheren Checkup. Den können Interessierte entweder beim ADAC und TÜV Wintercheck machen oder mit ein paar Tipps zu Hause.

Der Winter steht vor der Tür und kann Autofahrer schnell vor Herausforderungen stellen, wenn die Fahrzeuge noch nicht winterfest sind. Wer den Checkup nicht selbst machen möchte, findet technische Unterstützung beim Wintercheck vom ADAC Saarland und TÜV Saarland. Für 3,50 Euro können alle Interessierten ihr Fahrzeug vom 2. bis 30. November 2022 untersuchen lassen.

Bei dem Checkup werden Beleuchtung, Scheibenwischer und -waschanlage, Kühlwasserfüllstand, die Bremsen, der Zustand des Unterbodens und der Reifen überprüft. Der Wintercheck dauert laut ADAC in etwa so lange wie eine Hauptuntersuchung, kann aber im Einzelfall variieren.

Der Gesamterlös vom Winter- und Sommercheck wird an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Der ADAC rät dazu, Termine vorab an einer der teilnehmenden Prüfstellen zu buchen. Aber auch spontane Checkups seien möglich.   

Wie mache ich selbst mein Auto winterfest?

Das eigene Auto kann aber auch zu Hause für den Winter vorbereitet werden. Dafür haben wir eine Checkliste mit Tipps vom ADAC zusammengefasst.


Reifenwechsel

Der Reifenwechsel sollte frühzeitig ins Auge gefasst werden, am besten spätestens ab November. Wer die Reifen nicht selbst wechselt, sollte Wartezeiten bei Werkstätten oder Reifendiensten bei der Zeitplanung berücksichtigen.

Sind die Profile keine vier Millimeter mehr tief, sind sie laut ADAC nicht mehr sicher und sollten erneuert werden. Die Reifen sollten immer paarweise ausgetauscht werden.

Winterreifen sind in manchen Situationen Pflicht, zum Beispiel bei Eis, Matsch und Schnee. Wer in solchen Situationen mit Sommerreifen fährt, riskiert ein Bußgeld und im Falle eines Unfalls möglicherweise Probleme mit der Versicherung.


Kühlerfrostschutz

Vor dem Wintereinbruch sollte sichergestellt sein, dass der Frostschutz bis -25 Grad Celsius abdeckt. An Tankstellen oder Werkstätten gibt es laut ADAC kleine Prüfgeräte dafür. Im schlimmsten Fall kann ein zu geringer Frostschutz zu einem Motorschaden führen.


Scheibenfrostschutz

Wenn das Scheibenwischwasser einfriert, ist die Sicht schnell gestört. Deshalb sollte ein geeigneter Winterreiniger hinzugefügt werden, der einerseits die Scheiben reinigt, aber auch gleichzeitig dafür sorgt, dass Wasser, Pumpe und Spritzdüsen nicht einfrieren.


Scheibenwischer kontrollieren

Ohne funktionsfähige Scheibenwischer lassen sich die Scheiben nicht mehr richtig freimachen. Daher sollten alte Wischblätter ausgetauscht werden, wenn sie Schlieren auf dem Glas hinterlassen. Um die Gummis länger instand zu halten, rät der ADAC dazu, nachts Isolierfolie darunter zu legen. Das verhindert, dass die Scheibenwischgummis anfrieren.


Fenster reinigen und sauber halten

Bei Schmuddelwetter werden auch die Scheiben schnell dreckig. Daher empfiehlt der ADAC, die Scheiben regelmäßig sowohl von außen als auch von innen sauber zu machen. Wenn die Scheiben von innen beschlagen, helfen Heizung, Gebläse und Klimaanlage – die trockene Luft ist auch gut für die Dichtungen und Schläuche.


Türdichtungen und Schlösser vor Einfrieren schützen

Spezielle Pflegemittel können dabei helfen, dass Türen nicht anfrieren. Allerdings benötigen nicht alle Türdichtungen eine spezielle Pflege, so der ADAC. Hirschtalg oder Vaseline sollten auf keinen Fall benutzt werden.

Damit die Türschlösser nicht einfrieren, bieten sich Universalspray oder ein anderes nicht harzendes Öl an, das auf das Schloss gesprüht wird. Alternativ hilft auch ein Türschlossenteiser.


Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist vor allem in der kalten und dunklen Jahreszeit wichtig. Daher sollten sämtliche Leuchtmittel überprüft und – falls nötig – repariert werden.


Autobatterie

Wenn die Autobatterie schon bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt eher gemächlich den Anlasser startet, sollte sie überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.


Lack pflegen

Damit das Fahrzeug auch nach dem Winter noch gut aussieht, sollten Autofahrer vor dem ersten Schnee in die Waschanlage fahren und das Fahrzeug mit Politur und Wachs pflegen. Nässe, Kälte und Streusalz können den Autolack nämlich massiv angreifen.

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