LSVS (Foto: SR)

Regierung bei LSVS-Sanierer skeptisch

Uli Hauck / Onlinefassung: Axel Burmeister   13.03.2018 | 16:45 Uhr

Die Landesregierung sieht es kritisch, dass der künftige Sanierungsexperte beim Landessportverband, Franz Abel, aus derselben Anwaltskanzlei wie der Verteidiger von LSVS-Präsident Meiser kommt. Sollte es Zweifel an seiner Arbeit geben, könnte ein Staatskommissar eingesetzt werden.

Dass Sanierungsexperte und Meiser-Verteidiger aus derselben Kanzlei kommen, hat auch die Minister erstaunt. Dennoch will man dem Sportverband eine allerletzte Chance zur Selbstreinigung geben.

Video [aktueller bericht, 13.03.2018, Länge: 2:32 Min.]
Ministerpräsident kritisiert Personalie beim LSVS

Nach Aussage von Ministerpräsident Tobias Hans hat das Innenministerium als Rechtsaufsicht den Auftrag, den eingesetzten Sanierungsexperten zu kontrollieren. Sollte es Zweifel an dessen Arbeit geben, werde man als letztes Mittel einen Staatskommissar einsetzen, der den Sportverband dann kommissarisch übernimmt.

Grundsätzlich gebe es aber ein großes Unverständnis darüber, wie die Defizite entstanden sind. Ähnlich sieht das SPD-Generalsekretär Christian Petry. Er fordert, dass LSVS-Präsident und CDU-Politiker Meiser endlich offenlegt, für was der Verstärkungsfonds in Höhe von 250.000 Euro ausgegeben wurde. Außerdem müsse der Vorwurf aufgeklärt werden, ob vor der Landtagswahl durch mehrere dutzend Schecks politische Landschaftspflege betrieben worden ist.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.03.2018 berichtet.

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