Ex-Oberbürgermeister Karlheinz Schöner  (Foto: SR)

Schöner-Prozess vor dem Ende

Thomas Gerber   08.03.2019 | 13:44 Uhr

Im Untreueprozess gegen den Homburger EX-OB Karlheinz Schöner sind die voraussichtlich letzten Zeugen vernommen worden. Dabei wurde bekannt, dass der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft AQUIS Rückforderungen ihrer Zuschussgeber von Bund und Land drohen.

Video [aktueller bericht, 08.03.2019, ab Minute: 16:23.]
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Hintergrund sind Arbeiten an Schöners Privatanwesen, die fünf Mitarbeiter der AQUIS während ihrer Arbeitszeit durchgeführt haben sollen. Die Geschäftsführerin der AQUIS erklärte, damit wären die Zuschüsse vermutlich zweckentfremdet eingesetzt worden. Das entsprechende Beschäftigungsprojekt habe lediglich Arbeiten zum Denkmalschutz umfasst.

Derzeit gehe sie davon aus, dass rund 1100 Euro von der AQUIS an Bund und Land zurückgezahlt werden müssten. Sie habe die Zuschussgeber bereits über die Unregelmäßigkeiten informiert.

Prozess wird am 27. März fortgesetzt

Schöner wird außer der Beschäftigung der AQUIS-Mitarbeiter vorgeworfen, ein 12.000 Euro teures Mischpult auf Kosten der Stadt für eigene Zwecke angeschafft zu haben. Die Anlage war später im Proberaum von Schöners Band "Madhouse" sichergestellt worden. Der Prozess gegen den CDU-Politiker wird am 27. März fortgesetzt. Dann wird das Urteil erwartet.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 08.03.2019 berichtet.

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