Unfall Berus mit  einem Todesopfer und einem Schwerverletzten (Foto: Presse- und Bilderdienst Rolf Ruppenthal)

Tödlicher Autounfall von Berus ab Juni vor Gericht

  16.05.2017 | 10:39 Uhr

Der Unfalltod einer 14-Jährigen in Berus vom vergangenen August ist ab Mitte Juni Thema vor Gericht. Dann muss sich ein 23-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung und weiterer Vergehen vor dem Saarlouiser Amtsgericht verantworten. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft bretterte er zu schnell über die kurvenreiche Straße, auf der es zum Unfall kam.

Das Unglück ereignete sich Anfang August des vergangenen Jahres auf der Straße zwischen Bisten und Berus. Der mittlerweile 23-Jährige sei mit seinem getunten Opel Zafira die kurvenreiche Strecke entlanggerast und viel zu schnell in eine Rechtskurve eingefahren.

Beim Bremsen sei sein Wagen ins Schleudern und außer Kontrolle geraten. Das Auto raste demnach frontal auf eine Gruppe mit drei Jugendlichen zu, die auf dem neben der Strecke vorbeiführenden Gehweg waren. Laut der Ermittlungen traf das Auto das 14-jährige Mädchen frontal. Es starb noch an der Unfallstelle. Ein 16-Jähriger wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Meter weit durch die Luft geschleudert und zog sich schwere Verletzungen zu, ein dritter Jugendlicher rettete sich durch einen Sprung zur Seite – er erlitt einen Schock.

32 Zeugen geladen

Der Gerichtsprozess gegen den Zafira-Fahrer beginnt am 19. Juni. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Es sind zunächst drei Verhandlungstage angesetzt. Das Gericht hat bisher 32 Zeugen und einen verkehrstechnischen Gutachter geladen.

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