Im Internet braucht man sichere Passwörter. (Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa)

Sichere Passwörter sind im Netz das A und O

Karin Mayer / Linda Grotholt   16.01.2019 | 13:19 Uhr

78 Online-Accounts besitzt der durchschnittliche deutsche Internetnutzer – alle davon natürlich passwortgeschützt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Nutzer schwer tun, für alle diese Zugänge auch wirklich sichere Passwörter zu wählen. Was hier zu beachten ist, fasst der SR3-Verbrauchertipp zusammen.

Passwörter sollten mindestens aus acht Zeichen bestehen, noch besser sind allerdings zwölf Zeichen oder mehr. Zudem sollten Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und auch Sonderzeichen enthalten sein. Zu vermeiden sind hingegen ganze Wörter und Wortkombinationen, sowie logische Zahlen- oder Buchstabenreihen. Diese können Hacker mit entsprechenden Werkzeugen schnell knacken.

Für jeden Online-Zugang ein eigenes Passwort

Verbrauchertipp: Daten im Internet sichern
Audio [SR 3, Linda Grotholt, 16.01.2019, Länge: 05:45 Min.]
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Auf keinen Fall sollten die Passwörter für das E-Mail-Konto und andere Dienste identisch sein. Sonst erhalten Kriminelle durch das Knacken eines Kontos sofort auch Zugriff auf alle weiteren. Am besten ist es, jedem Dienst ein eigenes, sicheres Passwort zuzuordnen – und das auch erst dann zu wechseln, wenn es einen Angriff gab und das Passwort gestohlen worden sein könnte. In so einem Fall sollte man dann aber schnell handeln.

Passwortmanager erleichtern die Verwaltung der Passwörter

Lange, komplexe und einzigartige Passwörter kann man sich häufig nur schwer merken. Da können Passwortmanager Abhilfe schaffen: Dort werden alle Anmeldeinformationen gespeichert und mit einem zentralen Masterkennwort verwaltet. Außerdem helfen viele der Programme auch beim Generieren von neuen, sicheren Passwörtern. Passwortmanager gibt es als Offline- oder Online-Variante: Bei den Offline-Programmen liegen die Passwörter auf dem Computer, bei den Online-Versionen auf einem Server oder in einer Cloud.

Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt für mehr Sicherheit

Bei diesem Verfahren wird neben dem Passwort noch eine weitere Methode genutzt, um im Anmeldevorgang seine Identität nachzuweisen. Dieser zweite Faktor kann zum Beispiel das Scannen des Fingerabdrucks sein oder die Abfrage eines Codes, den man per App oder SMS zugeschickt bekommt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sollte das Passwort gestohlen worden sein, reicht das dem Angreifer alleine nicht mehr, um sich einzuloggen. Ein Mehraufwand, der sich lohnt – vor allem bei den wichtigsten Diensten wie dem E-Mail-Konto, denn dieses dient häufig als Identität bei diversen anderen Diensten.

Ein sicheres Passwort ist nur die halbe Miete

Das beste Passwort hilft nicht, wenn man sich Schadsoftware auf dem Computer einfängt, die dort dann ihr Unwesen treiben kann. Deshalb gilt: Virenschutz, Firewall und ein sorgsamer Umgang mit den Logindaten sind ebenfalls unerlässlich, um sich vor Datendiebstahl zu schützen. Vorsicht ist geboten bei E-Mail-Anhängen: Dort sollte man lieber zweimal hinsehen und gegebenenfalls beim Absender nachfragen, bevor man etwas öffnet oder herunterlädt.

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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