Essen, das wärmt (Foto: SR/Nadja Dominik)

Lebensmittel, die uns von innen wärmen

Die Kälte austricksen

mit Informationen von Nadja Schmieding   14.11.2022 | 09:49 Uhr

Die dunkle Jahreszeit ist da, draußen ist es kalt und ungemütlich. Da fällt es schwer, nicht die Heizung voll aufzudrehen. Aber in Zeiten der Energiekrise ist ja Sparen angesagt. Was also tun? Wie wäre es mit ein paar Tricks aus der Küche? Damit wird Ihnen bestimmt warm und wohlig!

Wie lässt sich die Kälte vertreiben in Zeiten, in denen wir Energie sparen müssen? Von Innen! Hier sind Tipps aus der Küche.

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Zur kalten Jahreszeit: Welche Lebensmittel warm machen
Audio [SR 3, Nadja Schmieding (c) SR, 14.11.2022, Länge: 04:06 Min.]
Zur kalten Jahreszeit: Welche Lebensmittel warm machen

In der traditionellen chinesischen Medizin werden Lebensmittel aufgeteilt, ob sie kühlen oder wärmen. Paprika, Knoblauch, Chili, schwarzer Pfeffer, Lamm oder Forelle sind zum Beispiel „heiße“ Lebensmittel.

Den Körper austricksen

Die wärmende Wirkung entsteht durch die Anregung unserer Durchblutung: Bei der sogenannten Thermogenese ist Wärme ein Produkt von Stoffwechselprozessen. Lebensmittel, die den Stoffwechsel anregen, machen uns gleichzeitig warm. Die höchste Wärmewirkung haben Proteine, egal ob aus Fleisch, Fisch oder Linsen.

Winterliche Gerichte heizen ein und machen glücklich

Ernährungsexpertin Ann-Sophie Kann vom Ernährungszentrum Saar erklärt, dass man sich gut an Jahreszeit und Natur orientieren kann. Obst- und Gemüsesorten, die bei uns im Winter Saison haben, spenden dem Körper Wärme und Energie für kalte Tage.

Kürbis oder Möhren, Pastinaken oder auch die so beliebte Kartoffel. Dabei spiele auch der psychische Aspekt eine große Rolle, sagt Ann-Sophie Kann, denn Gerichte, mit denen wir eine bestimmte Emotion verbinden, die würden uns auch gleichzeitig wärmen: etwa die Klöße von der Oma oder die Reibekuchen vom Weihnachtsmarkt. Essen, dass glücklich macht, uns wohlfühlen lässt, mit dem wir etwas Emotionales verbinden, auch das macht uns warm.

Suppen, Schmorgerichte oder Eintöpfe

Wirsing-Eintopf (Foto: Barbara Grech/SR)

Im Winter sollten wir Zubereitungsarten wie Kochen, Braten, Dünsten bevorzugen. Gerichte, die sehr lange erhitzt werden, wirken wärmend auf uns: zum Beispiel Schmorgerichte, Aufläufe und Eintöpfe wie Chili con oder sin Carne, Linsensuppe, Suppen mit Wintergemüse.

Besonders geeignet ist auch die indische oder asiatische Küche. Dabei würden nicht nur die Gewürze für eine angenehme Wärme sorgen, so Ernährungsexpertin Kann, sondern auch die Farben spielten eine Rolle. In der dunklen Jahreszeit sorgen sie noch einmal zusätzlich für ein wärmendes Gefühl.

Gewürze spielen eine große Rolle

Essen, das wärmt (Foto: SR/Nadja Dominik)

Gerade in Kombination mit den richtigen Gewürzen und Kräutern können wir dem Körper einheizen. Koriander, Kümmel, Rosmarin, Thymian, Oregano, Dill, Knoblauch, Chili, Cayenne und Paprika Lorbeer, Muskat. Auch Ingwer, Zimt, Nelken sorgen im Winter für wohlige Wärme von innen. Aber Achtung: Bei scharfen Gewürzen maßvoll würzen, sonst erreichen Sie das Gegenteil, warnt Ann-Sophie Kann. Der Körper fängt dann an zu schwitzen und will runterkühlen. Also besser in Maßen würzen.

Auf die Schnelle: wärmende Getränke

Kaffee mit Zitrone, Tee mit Ingwer oder eine heiße Schokolade mit Zimt oder Chilli sorgen für schnelle Wärme. Oder: ein Kurkuma-Shot, einfach in Wasser etwas Zitronensaft und Kurkuma geben. Das gibt auch einen Muntermach-Kick am Morgen.

Etwas ausgefallener: Gewürzkaffee. Man mischt Kaffee mit etwas Zimt, gemahlenem Koriander, gemahlener Gewürznelke und Ingwerpulver oder nimmt fertiges Lebkuchengewürz. Kurz aufkochen, durch einen Filter geben. Fertig.

Wer es einfach halten möchte, nimmt einfach fertige Chai-Tee-Mischungen, die man in vielen Geschäften bekommt. Auch sie enthalten viele wärmende Gewürze.


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Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 14.11.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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