Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Blieskasteler wegen Messerstecherei vor Gericht

Gabor Filipp / Onlinefassung: Axel Wagner   16.07.2019 | 13:16 Uhr

Am Dienstag hat der Prozess gegen einen Mann aus Blieskastel begonnen. Ihm werden Totschlag und versuchter Totschlag vorgeworden. Ende Januar soll er einen 35-Jährigen mit einem Messer getötet und dessen jüngeren Bruder schwer verletzt haben.

Tödliche Messerstecherei in Blieskastel
Audio [SR 3, Gabor Filipp, 16.07.2019, Länge: 01:01 Min.]
Tödliche Messerstecherei in Blieskastel

Die Gebrüder hatten laut Anklage am späten Abend des 31. Januar den Beschuldigten in der Saargemünder Straße aufgesucht, um einen Streit zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin zu schlichten. Diese war die Schwester des Bruderpaars. Der jetzt Angeklagte hatte den Angaben zufolge die Ankunft der beiden erwartet und dann nach Öffnen der Tür unvermittelt mit einem Messer zugestochen.

Auf die Straße verfolgt

Der jüngere Bruder erhielt erhebliche Schnittverletzungen, der ältere während eines anschließenden Gerangels tödliche Verletzungen. Die 20 Zentimeter lange Klinge durchstach unter anderem seine Aorta, wodurch der 35-Jährige noch am Tatort verstarb. Der jüngere Bruder habe sodann den Messerstecher noch auf die Straße verfolgt, wo er erneut Stiche abbekam, bis er das Messer ergreifen und wegwerfen konnte. Alle Beteiligten sind Deutsche, der 32-jährige Angeklagte ist gebürtiger Zweibrücker – ohne erlernten Beruf. Anfang August will er sich zur Person und Sache einlassen.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Rundschau vom 16.07.2019 berichtet.

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