Mit dem Rollstuhl in der Bahn (Foto: SR)

Mobil trotz Behinderung?

mit Informationen von Nelly Theobald   13.11.2019 | 16:55 Uhr

Menschen, die nicht mehr gut gehen können, oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, haben es oft schwer sich mit Freunden oder Bekannten außerhalb ihrer eigenen Wohnung zu treffen. Fahrdienste sollen hier helfen. Das kostet aber und ist - je nachdem in welchem Stock die Wohnung liegt - gar nicht so einfach.

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Kostenfaktor Fahrdienst: Mobil trotz Behinderung?
Audio [SR 3, Nelly Theobald, 13.11.2019, Länge: 03:05 Min.]
Kostenfaktor Fahrdienst: Mobil trotz Behinderung?

Mal ins Kino oder ins Theater gehen oder einfach nur ein gemeinsamer Nachmittag in einem Café. Ohne Fahrdienst geht das für viele Menschen mit Behinderung nicht. .Und diese Fahrten muss der Betroffene meist selbst zahlen. Denn nur bei Arztbesuchen übernimmt die Krankenkasse die Fahrtkosten.

Soziale und kulturelle Teilhabe

Dabei seien solche Fahrdienste enorm wichtig, damit Behinderte auch am sozialen und kulturellen Leben teilhaben könnten und nicht vereinsamten, sagt Ilona Maria Kerber von der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen, kurz "ampuLAG".

Problem "Treppensteiger"

Neben der Kostenübernahme ist der Kostenfaktor "Treppensteiger" ein weiteres Problem bei den Fahrdiensten. Der sogenannte Treppensteiger ist eine Vorrichtung, die man benötigt, um Klienten zu transportieren, die in den oberen Stockwerken wohnen. Und da diese Vorrichtung teuer sei, verfügten nicht alle Fahrdienstanbieter über einen Treppensteiger, sagt Fahrdienst-Unternehmer Sascha Schmitt.

Finanzielle Unterstützung

Das Land unterstütze Behinderte finanziell zunächst nur bei den ÖPNV-Kosten, sagt Stefan Funck, Direktor des Landesamtes für Soziales im Saarland. Mit einer Ausnahme: Wer den ÖPNV aufgrund seiner Behinderung nicht nutzen könne, selbst nicht über die finanziellen Mittel verfüge und keine Ansprüche an einen anderen Sozialleistungsträger habe, der habe laut Mobilitätsrichtlinie einen Anspruch auf eine pauschale Unterstützung seitens des Landes in Höhe von 100 Euro im Monat, so Funck.

Ein Thema in der Sendung "Region am Nachmittag" vom 13.111.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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