Saarländischer Wald (Foto: SR)

Wieso herrscht schon wieder Waldbrandgefahr?

  17.06.2021 | 16:45 Uhr

Es war ein frostig-grauer Frühling und ein kalter und sehr nasser Mai. Seit ein paar Tagen herrscht nun Hochsommerwetter und schon wird die Waldbrandgefahr im Saarland vom Deutschen Wetterdienst mit "hoch" eingestuft - fast flächendeckend von Stufe drei auf Stufe vier.

Eigentlich müsste in diesem nass-kalten Frühjahr doch genug Regen für die Wälder gefallen sein, könnte man sich denken. Dem ist aber leider nicht so, denn durch die drei zurückliegenden Dürrejahre waren die Niederschläge noch nicht ausreichend, um das Wasserreservoir der Bäume vor allem in den unteren Bodenschichten wieder ausreichend aufzufüllen.

Wieso herrscht schon wieder Waldbrandgefahr?
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger/Eva Lippold, 17.06.2021, Länge: 03:23 Min.]
Wieso herrscht schon wieder Waldbrandgefahr?

Vor allem die älteren Bäume hätten immer noch mit der Trockenheit der letzten Jahre zu kämpfen - ganz besonders die alten Buchen, sagt René Fontaine von Saarforst. Ebenfalls problematisch sind die Flächen, auf denen der Borkenkäfer gewütet hat. Dort liegt nämlich noch viel trockenes Material aus den zerstörten Fichtenkronen und das ist leicht entflammbar.

Aktuelle Warnstufe - ein errechneter Wert

Die aktuelle Warnstufe ist zwar nur ein rechnerischer Wert, der aufgrund der Temperatur und der Luftbewegung ermittelt wird, aber nach Auskunft von Saarforst gibt es tatsächlich eine erhöhte Gefahr von kleineren Flächenbränden. Das es größere Flächenbrände geben könnte, damit rechnet Saarforst nicht.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 17.06.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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