Rasenmähroboter im Einsatz (Foto: IMAGO / Noah Wedel)

Wenn der heimische Rasen zum Strohteppich wird

Hitze und Trockenheit

Eva Müller / Onlinefassung: Jil Kalmes   11.07.2022 | 09:03 Uhr

Wenn man gerade auf die heimische Wiese blickt, sieht es eher trist aus. Anstatt sattes Grün, strohgelbe Trockenheit. Wie man das ändern kann und wie man seiner gelben Wiese wieder grünes Leben einhauchen kann, das hat SR 3 Reporterin Eva Müller bei einem Besuch bei Garten- und Landschaftsbauer Peter Fay herausgefunden.

So manchem Gartenbesitzer treibt die aktuelle Situation beim Blick auf die heimische Wiese Tränen in die Augen. Der liebevoll gepflegte Rasen hat sich durch Hitze und Trockenheit in eine braun-gelbe Wüste verwandelt. Das Wetter können wir nicht ändern, unserem heimischen Grün aber ein bisschen Erleichterung verschaffen. Dazu hat der Garten- und Landschaftbauer Peter Fay einige Tipps und Tricks auf Lager.

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Dürre und Hitze: Der Feind der Wiese
Audio [SR 3, Eva Müller, 11.07.2022, Länge: 03:08 Min.]
Dürre und Hitze: Der Feind der Wiese

Rasenmäher stehen lassen

Wenn es der Wiese wieder besser gehen soll, sollte der Rasenmäher erstmal pausieren. Wenn für eine längere Zeit kein Regen vorausgesagt sei, dann werde die Wiese bei ihm nicht gemäht, erzählt Peter Fay. Sinn und Zweck des Ganzen sei, das Verbrennen der Wiese zu verhindern.

Das gilt übrigens auch für die geliebten Mähroboter. Auch die könnten ruhig mal zwei bis fünf Tage ausgeschaltet bleiben.

Und generell gilt sowieso: Rasen nicht zu oft und vor allem nicht zu kurz mähen.

Grünschnitt liegen lassen

Wenn man dann doch irgendwann zum Rasenmäher greifen muss, weil der Wuchs Überhand nimmt, dann sollte man die Wiese mulchen. Das bedeutet: Das gemähte Gras nicht in einem Behälter auffangen und entsorgen, sondern auf der Wiese verteilen. Das sei nicht nur eine gute Düngung, sondern halte auch die Feuchtigkeit länger im Boden, sagt der Gartenexperte.

Kleine Flächen feucht halten

Hat man nur eine kleine Wiesenfläche, dann kann man versuchen, den Boden so gut es geht, feucht zu halten – allerdings ohne es mit dem Wasser zu übertreiben. "Wasser ist Leben", sagt Peter Fay.

Bewässern solle man idealerweise zwischen 4.00 und 6.00 Uhr morgens – aber mal ehrlich: Wer stellt sich schon dafür so früh den Wecker? Man sollte dann gießen, wenn die Temperaturen moderater sind – also am Morgen oder Abend – damit das Wasser die Möglichkeit hat, in die Erde einzusickern und nicht gleich wieder verdunstet.

Noch ein Tipp: Wenn die Wetterprognose Regen vorhersagt, Regenwasser sammeln.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 11.07.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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