Pille, Spirale & Co: Kostenlose Verhütung für Geringverdiener

In Saarbrücken ist das Modellprojekt „Biko“ gestartet, das Geringverdienern, Studenten und Arbeitslosen die Pille und andere verschreibungspflichtige Verhütungsmittel finanziert. Denn Frauen mit wenig Einkommen können sich oft keine Verhütungsmittel leisten. Und manche lassen sie deshalb sogar einfach weg.

Frauen mit wenig Einkommen können sich keine Verhütung leisten – und nur 17 Euro stehen Sozialhilfeempfängern in Deutschland monatlich für Gesundheitsausgaben zu. Viele verzichteten daher auf Verhütung, berichtet Anna Lisa Hector von Pro Familia in Saarbrücken.

Vor einem halben Jahr ist in Saarbrücken und sieben weiteren Standorten bundesweit das Modellprojekt „Biko“ gestartet. Es finanziert Geringverdienern und Arbeitslosen die Pille und andere verschreibungspflichtige Verhütungsmittel. Der Bedarf ist groß, erzählt Anna Lisa Hector, die das Projekt in Saarbrücken leitet und die Frauen berät.

Das Projekt richtet sich an jede Frau, der wenig Geld zur Verfügung steht – Bezieher von Arbeitslosengeld II, Bafög, Wohngeld, Kinderzuschuss, Ausbildungshilfe. Meist reicht laut Pro Familia ein Termin in der Beratungsstelle, um die Kosten für Verhütungsmittel für mindestens 6 Monate erstattet zu bekommen. Mitbringen sollten die Frauen einen Nachweis, dass sie Leistungen beziehen oder ein geringes Einkommen haben, den Personalausweis und ein Rezept für das Verhütungsmittel ihrer Wahl vom Arzt.

Seit der Abschaffung der Kostenübernahme für Verhütungsmittel im Jahr 2004 setzt sich Pro Familia dafür ein, dass die Kosten für Verhütungsmittel für Geringverdiener übernommen werden. Bisher ohne Erfolg – doch nun hoffen sie, dass das Projekt "Biko" die Politik zum Umdenken zwingt.

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Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "SR 3 Region am Mittag" am Montag, den 23.10.2017 berichtet.

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