„Natürlich, mit Geschichte“

„Natürlich, mit Geschichte“

Reporter: René Hengken/Onlinefassung: Dagmar Scherer   12.04.2024 | 16:30 Uhr

Wie haben die Kelten gelebt? Das kann man sich unter anderem in Otzenhausen im Nationalpark-Tor Keltenpark anschauen. Neben dem bereits schon länger zu besichtigenden Keltendorf gibt es dort in einem neuen Ausstellungsgebäude jetzt auch eine Daueraustellung Der Titel: „Natürlich, mit Geschichte“. Ausstellungseröffnung und Saisonstart ist am Samstag.

Das neue Ausstellungshaus in Otzenhausen  (Foto: SR/René Hengken)

Das neue Gebäude im Keltenpark in Otzenhausen ähnelt einem Keltenkreuz. Wenn man das Gebäude betritt, steht man inmitten eines 300 Quadratmeter großen Ausstellungsraums.

Zur Einführung in die Ausstellung wird den Besuchern ein Film gezeigt. Er soll ein bisschen in die Stimmung der Ausstellung versetzen aber auch ein bisschen die Atmosphäre des Nationalparks wiedergeben, sagt Michael Koch, Archäologe und Projektleiter.

Keltenausstellung im neuen Haus in Otzenhausen  (Foto: SR/René Hengken)

Die camouflage-ähnlichen Vorhänge und eine große Wand, die einen Urwald darstellt, sorgen dafür, dass man sich fast wie im Wald fühlt. Untermalt wird das Ganze auch noch mit Waldgeräuschen und Vogelgezwitscher. Damit soll auch ein bisschen die Spannung mit aufgebaut werden, so Koch.

Die Tische, die im Ausstellungsraum stehen, sind natürlich nicht einfach nur Tische. "Sie nehmen die Steine vom Ringwall auf, sodass man das Gefühl hat, wir bewegen uns hier auf der Materialität des Ortes", sagt Koch.

Die Ausstellung ist als Zeitreise angedacht

Die Ausstellung ist als Zeitreise gedacht. Gestartet vor ein paar Tausend Jahren über die heutige Zeit mit einem Blick in die Zukunft – mit vielen Informationen und einigen nachgemachten Werkzeugen und Materialien.

Es gebe beispielsweise Gefäße der Kelten, die das besondere Kunsthandwerk in der hiesigen Region widerspiegeln, sagt Koch. Zudem zeigten sie, "dass die Kelten gastfreundschaftliche Menschen waren. Alleine wird man nicht glücklich. Das geht nur in Gemeinschaft - und das haben die Kelten eben auch vorgelebt", so der Projektleiter.

Die Dauerausstellung hat insgesamt rund 740.000 Euro gekostet. Bezahlt wurde sie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, dem saarländischen Umweltministerium und dem Zweckverband Nationalparktor.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 12.04.2024 auf SR 3 Saarlandwelle

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