IlijaTrojanow - Nach der Flucht (Foto: S. Fischer)

Ilija Trojanow liest aus "Nach der Flucht"

 

"Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang.“ So heißt es in Ilija Trojanows jüngstem Buch "Nach der Flucht". Am Mittwoch Abend ist Trojanow damit zu Gast bei der Unionstiftung in Saarbrücken. Und am Vormittag tags darauf hält er die "Abiturrede 2018".

Termin: 20.06.2018 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Ort: Unionstiftung, Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken


"Wenn ich nicht glauben würde, dass Literatur die Welt verändert, würde ich aufhören zu schreiben" (Ilija Trojanow)

"Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang.“ So heißt es in Ilija Trojanows jüngstem Buch. Der Autor weiß, wovon er schreibt: Als Kind ist er zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen. Eine Erfahrung, die ihn und seine Literatur bis heute prägt.

Donnerstag, 21. Juni, 11 Uhr, Moderne Galerie Saarbrücken
Ilija Trojanow: "Freie Fahrt voraus". Die Rede an die Abiturienten des Jahrgangs 2018
"Schule vermittelt Wissen, nicht Gewissen", so lautet eine These des Schriftstellers Ilija Trojanow. Wer oder was kann also Orientierung geben? In seiner Rede geht Ilija Trojanow solchen Fragen nach, legt Fährten zu Antworten, wohl wissend, wie ungerne "fertige" Schüler belehrt werden. Die Abiturrede des Jahres 2018 hält Trojanow am 21. Juni in der Modernen Galerie Saarbrücken.

Ausgehend von seinen eigenen Erlebnissen, schafft er mit "Nach der Flucht" einen Text von überzeitlicher Gültigkeit, der die aktuelle Lage Geflüchteter genauso reflektiert wie die Fluchtgeschichten der Vergangenheit. Entstanden ist ein Buch, das in kurzen Sätzen erzählt, ein fragmentarisches Schreiben, denn der Autor bezweifelt, "dass es überhaupt eine bestimmte Sprache geben kann, wie wir über Flucht reden". Das Schreiben darüber wird zur vorläufigen Form, steht zur Debatte. Zu keinem seiner Bücher hat Ilija Trojanow bislang so viele Zuschriften bekommen wie zu "Nach der Flucht".

Über den Autor

Ilija Trojanow, geboren 1965 in Bulgarien, ist Schriftsteller, Übersetzer und Verleger. 1971 flieht er mit seinen Eltern nach Deutschland, ein Erlebnis, das ihn und sein Schreiben bis heute prägt. Lange Reisen führen ihn nach Afrika und Indien, es entstehen Bücher und Reportagen u. a. für den Hanser Verlag, die FAZ oder die NZZ. 2006 wird sein Roman "Der Weltensammler" mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Trojanow schreibt Romane, Essays und Reportagen. Zuletzt erschien sein Buch "Nach der Flucht" (2017) bei S. Fischer. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet und in 30 Sprachen übersetzt.

Warum Literatur die Welt verändern kann: Ilija Trojanow im Porträt
Audio [SR 2, (c) SR -Tilla Fuchs, 13.06.2018, Länge: 03:27 Min.]
Warum Literatur die Welt verändern kann: Ilija Trojanow im Porträt


SR 2 KulturRadio schneidet die Lesung mit und sendet sie später in der Sendung "Literatur im Gespräch" (immer Dienstags um 20.04 Uhr).

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