Eine Szene aus dem Dokumentarfilm "Coltan-Fieber: Connecting People" von Jan-Christoph Gockel & TD Jack Mahamba Muhindo (Foto: Pressefoto: Filmfestival Max Ophuels Preis)

"Jeder hat ein Stückchen Kongo in der Hosentasche"

Ein Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Jan-Christoph Gockel über seinen Film "Coltan-Fieber: Connecting People"

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   27.01.2022 | 07:00 Uhr

Der Dokumentarfilm "Coltan-Fieber: Connecting People" von Jan-Christoph Gockel und TD Jack Mahamba Muhindo erlebt am frühen Abend des 24. Januar 2022 seine Uraufführung beim Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis.

Traumatische Kindheit

Im Mittelpunkt steht Yves Ndagano, ehemaliger Kindersoldat und Schürfer in einer Coltan-Mine in der Demokratischen Republik Kongo. Er reist zurück an die Orte seiner Kindheit, um sich noch einmal seinen traumatischen Erlebnissen zu stellen...

Co-Regisseur Jan-Christoph Gockel hat mit SR-Moderator Jochen Erdmenger u. a. über seltene Erden, Gewalt und Smartphones gesprochen.


Im Interview: Dokumentarfilmer Jan-Christoph Gockel
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, 24.01.2022, Länge: 05:29 Min.]
Im Interview: Dokumentarfilmer Jan-Christoph Gockel

Trauma-Therapie mit Holzpuppe
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 26.01.2022, Länge: 04:16 Min.]
Trauma-Therapie mit Holzpuppe
Der Rohstoff Coltan ist in fast jedem Smartphone verbaut. Ein Stoff, den meist Kinder unter widrigen Bedingungen in Afrika schürfen - mit weitreichenden Folgen für ihr Leben. Yves Ndagano reist in einer Dokumentation zurück zu den Orten seiner verlorenen Kindheit. Er ist ehemaliger Kindersoldat und Schürfer einer Coltan-Mine in der Demokratischen Republik Kongo. Die Regisseure Jan-Christoph Gockel und TD Jack Mahamba Muhindo begleiteten ihn für ihren Dokumentarfilm "Coltan-Fieber" zurück an die Orte seiner Kindheit. Das Thema des Films, der im Dokumentarfilmwettbewerb des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis dabei war: Yves Ndagano arbeitet seine traumatische Geschichte auf, mit Hilfe einer Holzpuppe als sein Stellvertreter. Uwe Loebens hat den Film gesehen.


Coltan-Fieber: Connecting People
Deutschland, DR Kongo, Österreich 2022, ca. 77 Min.
Regie: Jan-Christoph Gockel & TD Jack Mahamba Muhindo (Uraufführung)
Termin
: Montag, 24.1.2022, 18 Uhr in allen neun Partnerkinos


Der Wettbewerb Dokumentarfilme 2022
Acht Filmkandidaten am Start
Vier Preise mit einer Gesamtausstattung von 17.500 Euro wurden 2022 unter acht Kandidaten vergeben. Den Hauptpreis gewann "Anima - die Kleider meines Vaters" von Uli Decker. Ein Überblick über die Wettbewerbsfilme.


Weitere Informationen zum Festival 2022:

16. bis 26. Januar 2022
Das Filmfestival Max Ophüls Preis 2022
Die 43. Ausgabe das Filmfestivals Max Ophüls Preis findet vom 16. bis 26. Januar 2022 in und um Saarbrücken statt - wegen Corona setzt das Team diesmal auf eine hybride Form und deutlich mehr Festivaltage. Ein Dossier.


Hintergrund

Das Filmfestival Max Ophüls Preis gilt als wichtigstes Festival für den jungen deutschsprachigen Film und steht für die Entdeckung junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 24.01.2022 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt eine Szene aus dem Dokumentarfilm "Coltan-Fieber: Connecting People" (Pressefoto).

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