Symbolbild Brexit (Foto: pixabay/daniel_diaz_bardillo)

Warum wollen manche Staaten nicht mehr Mitglied sein, andere aber schon?

  24.05.2019 | 20:50 Uhr

In manchen Bereichen gelten die Entscheidungen der EU für alle Mitgliedsländer. Das gefällt vielen in Großbritannien nicht; deshalb wollen sie die EU verlassen und über alles lieber selbst bestimmen.

Warum wollen manche Staaten nicht mehr Mitglied sein, andere aber schon?
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Warum wollen manche Staaten nicht mehr Mitglied sein, andere aber schon?

Wenn man diese Frage hört, dann denken viele Menschen gerade direkt an den Brexit; das ist der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Die Bürger in Großbritannien haben vor drei Jahren in einer ganz knappen Umfrage bestimmt, dass ihr Land aus der EU rausgehen soll. Aber warum eigentlich?

In bestimmten Bereichen trifft die EU als Ganzes Entscheidungen. Alle Mitgliedsstaaten müssen sich dann daran halten.

In Großbritannien waren viele Menschen darüber unglücklich, dass die EU entscheidet, wie sie mit anderen Ländern handeln dürfen, also Waren verkaufen und einkaufen. Sie meinen, ihrem Land geht es besser, wenn sie selbst entscheiden können. Das war ein Grund dafür, dass sie die EU verlassen möchten.

Wie viel die EU für die Mitgliedsstaaten entscheiden soll, darüber streiten die Menschen in vielen Ländern. Trotzdem möchten die meisten in der EU bleiben. Und es gibt auch Länder, die erst noch Mitglied werden möchten.

Diese Leute sehen vor allem die Vorteile: Die EU ist solidarisch, d.h. die Mitglieder helfen sich gegenseitig, wenn es einem Land schlecht geht.

Und: Für uns Menschen bedeutet die EU ganz konkret, dass wir frei über alle Grenzen hinweg reisen können und arbeiten und studieren. Für viele Menschen gibt es also mehr Vorteile als Nachteile. Deshalb ist es auch eher unwahrscheinlich, dass nach Großbritannien noch mehr Länder austreten.


Auch Thema auf SR 1 am 12.05.2019 in der Sendung 'Domino'.

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