Der deutsche Bahnrad-Vierer der Frauen holt Gold in der Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Spielen in Tokio (von links): Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Lisa Brennauer. (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Lisa Klein holt Gold im Bahnrad-Vierer

  03.08.2021 | 20:02 Uhr

Die Saarländerin Lisa Klein hat mit ihren Teamkolleginnen Olympia-Gold in der Mannschaftsverfolgung gewonnen. Die 4000 Meter legten die vier Frauen erneut in Weltrekordzeit zurück - zum dritten Mal in Folge. Außerdem ist Tischtennis-Profi Patrick Franziska mit seiner Mannschaft ins Halbfinale eingezogen. Die Weitspringerin Malaika Mihambo holte ebenfalls Gold.

Die 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung - im Bahnradsport gilt sie als die Königsdisziplin. Bei den Olympischen Spielen in Tokio war sie das Steckenpferd der deutschen Frauenmannschaft.

"Goldkind" Lisa Klein
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner/Thomas Wollscheid, 03.08.2021, Länge: 03:55 Min.]
"Goldkind" Lisa Klein

Das Team um die Saarländerin Lisa Klein stellte schon in der Qualifikation einen neuen Weltrekord auf. Ein weiterer folgte im Vorlauf und der dritte im entscheidenden Finale.

Mit 4:04,242 fuhr das Frauenteam aus Lisa Klein, Mieke Kröger, Franziska Brauße und Lisa Brennauer den Rivalinnen aus Großbritannien davon. Es ist die erste Goldmedaille für Deutschland in dieser Disziplin. Die Bronze-Medaille ging an die USA.

"Das Ziel war auf jeden Fall, eine Medaille zu gewinnen", sagte Lisa Klein im ZDF. Nach wenigen Trainingseinheiten in Japan habe sich das deutsche Bahnrad-Quartett "super ins Turnier reingefahren".

Die Frauen gewinnen damit auch das erste Olympia-Gold für den Bund Deutscher Radfahrer in Tokio. Eine Zusammenfassung des Gold-Rennens zeigt Sportschau.de.


Franziska im Team nun gegen Japan

Außerdem steht die deutsche Tischtennis-Herrenmannschaft im Halbfinale des olympischen Turniers. Das Team aus Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Patrick Franziska konnte sich mit 3:2 gegen Taiwan durchsetzen. Am Mittwoch trifft die Mannschaft auf die Konkurrenz aus Japan.

Patrick Franziska  (Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler)
Patrick Franziska von Deutschland im Spiel gegen den Taiwanesen Lin.

Auch die deutsche Tischtennis-Damenmannschaft um die ehemalige Fraulauterin Petrissa Solja hat das Halbfinale erreicht. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Shan Xiaona und Han Ying setzte sich Solja im Viertelfinale gegen Südkorea durch (3:2). China heißt nun der Halbfinalgegner der deutschen Frauen am Mittwoch.


Gold für Weitspringerin Mihambo

Im Weitsprung-Wettbewerb ließ die Weltmeisterin Malaika Mihambo die Konkurrenz hinter sich. Mit exakt sieben Metern sprang sie im letzten Versuch zu Gold.

Damit holte die Athletin von der LG Kurpfalz, die am Olympiastützpunkt in Saarbrücken trainiert, das erste Gold im Weitsprung seit Heike Drechsler vor 21 Jahren.

Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo jubelt über Gold.  (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Weiken)
Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo jubelt über Gold.

"Ich habe mich voll und ganz auf das Training in Saarbrücken konzentriert mit dem Bundestrainer. Wir haben uns sehr viel besser kennen und schätzen gelernt. Ich bin sehr froh über die Zeit und ich denke, dass wir in diesem Jahr sehr viel zusammen erreicht haben", so Mihambo nach dem Wettkampf im ZDF über die Zusammenarbeit mit Trainer Uli Knapp.


Speerwerferin Hussong im Finale

Beim Speerwurf-Wettbewerb der Frauen hat Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken das Finale erreicht. Sie qualifizierte sich mit einer Weite von 61,68 Metern als elfte von zwölf Athletinnen.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 03.08.2021 berichtet.

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