F Junioren bei einem Fußball-Turnier (Foto: picture alliance / Pressefoto ULMER | Pressefoto ULMER)

Neue Regeln für den Kinderfußball

  12.06.2022 | 08:41 Uhr

Mehr Ballkontakte, mehr Torschüsse, mehr Erfolgserlebnisse: Neue Regeln im Kinderfußball sollen den Kleinsten mehr Freude an der Sportart verleihen. Gelten sollen sie ab der Saison 2024/25.

Der Spaß am Spiel soll im Mittelpunkt stehen, der Wettbewerbsgedanke in den Hintergrund rücken: Ab der Saison 2024/25 wird es in der G-, F- und E-Jugend neue Spielformen geben. "Die Reform soll den gesamten Fußball und die Nachwuchsarbeit langfristig stärken", erklärt DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann.

Zwei Jahre lang sind die neuen Regeln in den 21 Landesverbänden des DFB in Pilotprojekten getestet worden, im Januar wurden sie offziell bestätigt. Demnach sollen die Spielfelder und Tore künftig kleiner werden. Damit die jungen Spielerinnen und Spieler mehr Chancen auf Einsätze und damit Erfolgserlebnisse durch Tore bekommen, sollen außerdem die Mannschaftsgrößen schrumpfen.

Unabhängig von ihrem Talent und Entwicklungsstand sollen sich alle Kinder gleichermaßen beweisen dürfen; angedacht ist hierbei ein Rotationsprinzip mit festen Wechseln. Außer bei der E-Jugend sollen keine Schiedsrichter im Einsatz sein, Trainer sollten sich möglichst zurückhalten und ihrer Mannschaft die Möglichkeit geben, eigenständig Lösungen zu finden. "Das Angebot wird mit den neuen Spielformen kindgechter", so Zimmermann.

Trainer sollen bald ausgebildet werden

Im Saarland sollen schon bald alle Staffelleiter und Kindertrainer auf die Umsetzung der neuen Regeln vorbereitet und entsprechend ausgebildet werden, wie der Verbandsjugendleiter Rainer Lauffer des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) mitteilte. "Auf den jeweiligen Jugendleitersitzungen der Kreise werde ich eine Konzeption vorstellen. Dann sehen wir weiter."

Geplant sei, dass in der G-Jugend künftig im Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei auf vier Minitore gespielt werde. Letzteres werde auch für die F-Jugend empfohlen, wenngleich ein Vier-gegen-Vier oder Fünf-gegen-Fünf ebenso möglich sei. Bei einem Fünf-zu-Fünf könnten dabei bereits Kleinfeldtore und Torhüterinnen und -hüter in der F-Jugend eingesetzt werden.

In der E-Jugend bleibe es indes beim Sieben-gegen-Sieben in einer Meister- bzw. Punktrunde, und auch an der Spielfeldgröße werde sich nichts ändern, so Lauffer.

Regeln sollen Kopfballspiel reduzieren

Laut dem DFB sorgen die neuen Regeln auch dafür, dass die Gefahr von Kopfverletzungen durch Kopfballspiel reduziert wird, da die Spielfeldgröße deutlich kleiner ist und Einwurf sowie Abstoß durch das Eindribbeln ersetzt werden. Ein Abschlag durch den Torwart findet somit kaum statt.

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