Ludwigsparkstadion (Foto: dpa)

Ludwigspark-Konzept in der Kritik

roe   07.06.2013 | 18:00 Uhr

Zur Sanierung des Saarbrücker Ludwigsparkstadions gibt es erste Konzepte. In einem Plan fallen vor allem sechs Streben auf der Haupttribüne negativ auf, die die Sicht der Zuschauer beeinträchtigen würden. Experten bezeichnen die Vorschläge als rückwärtsgerichtet.

Das Saarbrücker Ludwigsparkstadion soll im Bestand saniert werden, das ist seit Anfang des Jahres klar. Aber wie genau das Stadion danach aussehen soll, dazu war bisher noch nichts bekannt. Mit dem Aufstieg der SV Elversberg spielen nun drei Mannschaften in dem Stadion. Der 1. FC Saarbrücken und die Saarland Hurricanes nutzen den Ludwigspark weiterhin als Heimstätte.

Durch die Dreifachbelegung wird die Sanierung des baufälligen Stadions noch wichtiger als bisher. Das erste Konzept, wie man das Stadion Bundesligareif umbauen kann, stößt aber bereits auf Kritik. Sechs Streben, die das Dach der Haupttribüne abstützen, sind laut Experten der Grund dafür. Sie könnten die Sicht der Zuschauer unnötig versperren.

Noch viel Feinarbeit zu leisten

In einem Schreiben des renommierten Stadionbauers Dr. Claus Binz, das dem SR vorliegt, heißt es: „Es lässt sich sagen, dass seit Beginn der Stadionbauwelle Anfang der 90er Jahre kein so rückwärtsgerichtetes Konzept umgesetzt wurde“. Ein zweites Konzept, das auch Business-Bereiche und Logen vorsieht, liegt ebenfalls bereits vor. Aber auch hier muss noch Feinarbeit geleistet werden, bis es den Vorstellungen der Vereine entspricht.

Eine Entscheidung darüber welches Konzept umgesetzt wird soll in Kürze im Saarbrücker Stadtrat fallen. Für FCS-Präsident Paul Borgard ein gutes Zeichen. Es sei ihm aber wichtig, dass diese Maßnahme endlich auf die Schiene gesetzt wird. Im Juni 2014 soll mit den Umbauarbeiten begonnen werden.

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