Ellenfeldstadion in Neunkirchen (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Ellenfeld Trainingsstätte für EM 2024?

Kai Forst   07.03.2018 | 12:35 Uhr

Wird das Ellenfeld-Stadion in Neunkirchen zur Trainingsstätte bei einer möglichen Fußball-EM 2024 in Deutschland? Der DFB scheint von dieser Idee angetan und rät Borussia Neunkirchen zur Bewerbung. Nun ist die Stadt am Zug.

Geht es nach dem DFB, dann wird das alt-ehrwürdige Ellenfeld-Stadion bei einer EM 2024 im eigenen Land eine Rolle spielen – wenn auch nur eine kleine. Denn, so teilte Borussia Neunkirchen mit, die DFB-Verantwortlichen haben dem Verein nahegelegt, sich als Trainingsstätte zu bewerben. Borussias Stadionbeauftragter Jens Kelm vermutet, dass die DFB-Empfehlung mit der Ellenfeld-Begehung im Zuge der Stadtionsuche des 1. FC Saarbrücken zu tun haben könnte. „Möglicherweise hat das so einen positiven und nachhaltigen Eindruck hinterlassen und den Ausschlag dafür gegeben, dass man uns eine solche Bewerbung ans Herz gelegt hat“, sagt Kelm.

Die Stadt ist am Zug

Ob es aber überhaupt dazu kommen wird, hängt noch von mehreren Faktoren ab. Zum einen muss das „Victors Seehotel Weingärtner“ in Nohfelden als Gastgeber-Hotel angenommen werden. Denn nur wenn eine Nationalmannschaft im Saarland übernachtet, wird auch eine Elf im Saarland trainieren. Eine entsprechende Bewerbung wurde eingereicht. Zum anderen kommt es laut Kelm jetzt auf die Stadt Neunkirchen an. Das Bewerbungsschreiben liege der Stadt unterschriftsreif vor. „Denn die Stadt ist als Eigentümer die Unterzeichnerin, nicht der Verein.“ Viel Zeit bleibt für die Verantwortlichen im Rathaus allerdings nicht mehr. Bis zum 9. März muss die unterschriebene Bewerbung dem DFB vorliegen.

Ellenfeldstadion in Neunkirchen (Foto: dpa/Oliver Dietze)
Ellenfeldstadion in Neunkirchen

Ellenfeld-Sanierung in vertretbarem finanziellen Rahmen

Derzeit befindet sich das Ellenfeld-Stadion in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Nach Angaben des Vereins würden sich bauliche Maßnahmen allerdings in einem vertretbaren finanziellen Rahmen bewegen. "Die Summe nahezu aller infrastrukturellen Maßnahmen beläuft sich auf knapp 1,3  Millionen Euro. Diese Zahl ist beleg- und belastbar", sagte Borussias Aufsichtsratsboss Gerd Müller.

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