Eine Regionalbahn auf der Strecke (Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas)

Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg - Zweibrücken verzögert sich

  02.12.2022 | 11:21 Uhr

Da teils noch Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern in die Pläne eingearbeitet wurden, verzögert sich die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Homburg und Zweibrücken wohl bis 2026. Die Kosten sind gegenüber der ersten, groben Kalkulation vor fünf Jahren deutlich gestiegen.

Voraussichtlich 2026 sollen die ersten Züge über die reaktivierte Bahnstrecke zwischen Zweibrücken und Homburg fahren. Das sei etwa eineinhalb Jahre später als ursprünglich geplant, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit.

Anregungen von Anwohnern berücksichtigt

Zusätzliche Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern verlängere die Vorbereitungszeit bis zum Bau der Strecke geringfügig. So soll etwa der Haltepunkt in Beeden, anders als zunächst vorgesehen, an alter Stelle in der Jägerhausstraße reaktiviert werden. Der angrenzende Bahnübergang werde dafür um einen Fuß- und Radweg ergänzt, so die Bahn in einer Mitteilung. Außerdem soll ein Bahnübergang in Einöd, der geschlossen werden sollte, nun doch erhalten bleiben.

39 statt 25 Millionen Euro

Bislang kalkuliert die Bahn mit Gesamtkosten von 39 Millionen Euro, die allerdings aufgrund der Planänderungen, Auflagen aus der Planfeststellung und möglichen Preissteigerungen noch einmal auf den Prüfstand müssen und weiter steigen könnten.

Bei dem jetzt mehr als fünf Jahre zurückliegenden Beschluss, die Bahnstrecke zu reaktivieren, war die Landesregierung nach ersten groben Schätzungen von 25 Millionen Euro an Gesamtkosten ausgegangen - zuzüglich etwa zehn Millionen Betriebskosten für das Saarland für einen Zeitraum von 20 Jahren. Den größten Teil der Reaktivierungskosten trägt der Bund – den Rest teilen sich Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Werden weitere Bahnstrecken reaktiviert?

Neben der Bahnstrecke Zweibrücken und Homburg könnten auch weitere Strecken im Saarland wieder reaktiviert werden. Für insgesamt fünf Bahnstrecken haben Gutachter ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis bescheinigt.


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