Das Rathaus der Stadt Saarbrücken  (Foto: SR)

Streit um Ausschreibung von Kulturdezernentenstelle

Patrick Wiermer   30.04.2021 | 16:54 Uhr

Die Ausschreibung der Kultur- und Bildungsdezernentenstelle der Stadt Saarbrücken sorgt für Unmut. Die Gewerkschaft GEW kritisiert, dass darin keine besonderen Erfahrungen im Kultur- und Bildungsbereich gefordert werden.

Der Inhalt der Ausschreibung sei "nichtssagend", sagte die GEW-Chefin Birgit Jenni dem SR. Sie stört sich vor allem daran, dass keine besondere Qualifikation für diese hochdotierte, auf zehn Jahre ausgelegte Stelle gefordert wird. Dabei brauche es kompetente Bewerber. Die Stelle dürfe nicht zur Versorgung eines Parteifunktionärs dienen.

Ähnlich hatten sich zuvor auch schon die Fraktionen der SPD und von Die Linke geäußert. Das Vorschlagsrecht für das Amt haben die Grünen. Gesucht wird ein Nachfolger für Thomas Brück, der im Sommer in Ruhestand geht.

Jenni: Einiges im Argen

Dessen Amtszeit bewertet Birgit Jenni mit Zurückhaltung. Er habe seine Arbeit gemacht, dennoch liege Etliches im Argen und müsse aufgearbeitet werden. Auf die Kitas und Grundschulen warten große Herausforderungen, etwa bei der personellen Ausstattungen und bei der sprachlichen Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund.

Wer wird Kulturdezernent in Saarbrücken: Streit bahnt sich an
Audio [SR 3, (c) SR/Patrick Wiermer, 30.04.2021, Länge: 03:43 Min.]
Wer wird Kulturdezernent in Saarbrücken: Streit bahnt sich an

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.04.2021 berichtet.

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