Netzwerkkabel im Router (Foto: dpa)

7,8 Millionen Euro für Breitbandausbau

Janek Böffel   25.04.2016 | 13:00 Uhr

Noch immer hinkt das Saarland in Sachen Breitband-Internet in manchen Gegenden hinterher. Gerade in ländlichen Regionen ist das Internet noch quälend langsam. Doch künftig soll alles besser werden. Es gibt Geld vom Bund.

Bis zu 7,8 Millionen Euro - so viel Geld schießt der Bund in den kommenden Jahren zum Breitbandausbau im Saarland dazu. Das Geld ist Teil eines Förderprogramms von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). 2,7 Milliarden Euro sollen bundesweit ausgeschüttet werden.

Insgesamt ist die Versorgung mit schnellem Internet im Saarland zwar besser geworden, doch gerade auf den Dörfern können die Anwohner von schnellen Übertragungsraten nur träumen. Fernsehen über Internet ist da kaum möglich. Immer wieder klagen auch Firmen, dass sie wegen der langsamen Datengeschwindigkeit Nachteile haben.

Bedarf wird auf 13 Millionen Euro geschätzt

Damit künftig alle Gebiete im Saarland von schnellem Internet profitieren können, sind schätzungwsweise Investitionen von 13 Millionen Euro notwendig. Denn: In dichtbesiedelten Gegenden kümmern sich die großen Anbieter schon aus eigenen Interesse um die Versorgung. Aber auf dem Dorf und in Nebenstraßen ist ein Ausbau wirtschaftlich nicht lohnenswert.

Zusätzlich zu dem Geld vom Bund will die Staatskanzlei rund 3,9 Millionen Euro zuschießen, die verbleibende Lücke von 1,3 Millionen Euro sollen die Kommunen decken. Künftig sollen dann überall Übertragungsraten von 50 Mbit/s möglich sein.

Ausbau spätestens Anfang 2019 abgeschlossen

Mitte dieses Jahres soll die Ausschreibung beginnen. Bis Anfang 2019 soll der Ausbau dann abgeschlossen sein. Das neue Förderprogramm sei ein wichtiger und weitreichender Schritt damit das Saarland in Sachen Infrastruktur mit anderen Regionen in Deutschland mithalten kann, sagt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

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1 Kommentare

Peter Backes 25.04.2016, 13:59 Uhr

Das Problem ist auf dem Land. Damit dort Arbeitsplätze erhalten werden können, wäre der Ausbau dort sehr wichtig, aber die Anbieter verdienen dort zu wenig. Auch für die privaten Haushalte ist es wichtig, wenn immer weniger Geschäfte auf dem Land sind. Das ist eben die Folge der Privatisierung. Aber wir können doch nicht alle in der Stadt wohnen, oder?

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