Die Hermann Neuberger Sportschule in Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

LSVS will Rechnungen der Uni begleichen

Thomas Gerber / Onlinefassung: Axel Burmeister   16.01.2018 | 12:44 Uhr

Noch in dieser Woche wird die Uni Rechnungen an den Landessportverband (LSVS) über nicht bezahlte Fernwärmekosten stellen. Das wurde heute in einem Gespräch mit dem LSVS vereinbart. Der Verband sicherte zu, diese "binnen kurzer Frist" zu begleichen - inklusive Verzugszinsen.

Nicht bezahlte Nebenkostenrechnungen hatten den Finanzskandal beim Landessportverband ausgelöst. Als der inzwischen freigestellte Geschäftsführer Paul Hans erkrankt war, entdeckten seine Vertreter im Herbst Mahnungen und offene Rechnungen von der Uni, über die LSVS und Sportschule Fernwärme bekommen. Seit Mitte 2015, also über zweieinhalb Jahre hatte der LSVS seine Fernwärmekosten nur noch teilweise beglichen. Statt der Abschlagszahlung von 38.000 Euro pro Monat wurden nur noch rund 20.000 Euro überwiesen.

Mit dem Rest soll Geschäftsführer Hans andere Haushaltslöcher gestopft haben. Zwar müssen bei den Zahlungen noch die Hallengebühren für den Unisport gegengerechnet werden – aber über die Jahre kam eine beachtliche Summe zustande. Zuletzt teilte die Uni dem SR mit, dass es um etwa 420.000 Euro gehe.

Verzugszinsen werden berechnet

In dem heutigen laut Uni konstruktiven Gespräch mit dem LSVS wurde vereinbart, noch in dieser Woche die abschließende Rechnung zu erstellen – der LSVS habe zugesichert, diese dann „binnen kurzer Frist“ zu begleichen. Nachdem es von der Uni noch vorige Woche hieß, man habe zwar mehrfach gemahnt, bisher aber auf Verzugszinsen verzichtet, sollen diese dem LSVS nun doch in Rechnung gestellt werden. Das wären derzeit real etwa acht Prozent – bei den Schulden zahlt der LSVS also noch mal mehrere Zehntausend Euro on top. Für die Zukunft gelobte der LSVS eine bessere Zahlungsmoral.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 16.01.2018 berichtet.

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