Weihnachtsdekoration (Foto: Imago Images/Blickwinkel)

Tipps für nachhaltigere Weihnachten

Informationen von Linda Grotholt   22.12.2023 | 13:14 Uhr

An Weihnachten wird viel gegessen, viel gekauft und viel weggeworfen. Das ist vor allem schlecht für unsere Öko-Bilanz. Weihnachten geht aber auch nachhaltiger und umweltfreundlicher. Wir haben einige Ideen gesammelt.

Besinnlichkeit und Nächstenliebe treffen auf Hektik und Konsumrausch – Weihnachten ist immer auch ein Fest der Gegensätze. Dabei geht es auch anders: Nachhaltig(er) und umweltfreundlich(er), und zwar ganz ohne Verzicht. Wir haben die besten Ideen und Tipps gesammelt:

Nachhaltig schenken

Nachhaltigkeit fängt schon bei den Weihnachtsgeschenken an – schließlich sollten sie schön, nützlich und vielleicht auch originell sein. Der erste Tipp: Man sollte Geschenke aus der Region bevorzugen, denn das Geld, was hier in den Wirtschaftskreislauf kommt, sorgt auch hier wieder für Wertschöpfung.

Eine weitere Idee sind selbstgemachte Geschenke: Waschmittel, Deo, Shampoo oder Seife – gehen auch selbstgemacht. Wenn man dann noch einen Zettel mit dem Rezept daran befestigt, dann bewegt das Geschenk auch nachhaltig.

Besonders ressourcenschonend sind Secondhand-Geschenke: Etwas Ausgefallenes auf dem Flohmarkt für jemanden raussuchen kann auch ein schönes Geschenk sein, auch wenn es nicht brandneu ist. Soll es allerdings doch etwas Neues sein, dann sollte beim Kauf auf nachhaltige Materialien und Produktionsbedingungen geachtet werden.

Und zu guter Letzt: Wieso nicht einfach Zeit verschenken? Denn die meisten von uns haben sowieso viel zu viel Zeug – im Kleiderschrank, im Keller oder auf dem Dachboden. Wem die Ideen für gemeinsame Ausflüge fehlen, der findet Anregungen im Zeit-statt-Zeug-Shop. Die komplett kostenlosen „Zeitgeschenke“ heißen zum Beispiel „Waldluft statt Parfüm“ ­und können einfach online ausgesucht und mit einer persönlichen Nachricht als E-Card verschickt werden.

Nachhaltig schmücken

Bei vielen darf er an Weihnachten nicht fehlen: Der Tannenbaum. Zwischen 23 und 25 Millionen Weihnachtsbäume stehen nach Informationen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald jedes Jahr in deutschen Wohnzimmern – und werden nach wenigen Wochen schon wieder entsorgt. Eine Alternative zum klassischen Christbaum sind gemietete Bäume: Sie werden im Topf angeliefert und nach Weihnachten entweder wieder zurück in die Natur gebracht oder man kann ihn selbst einpflanzen.

Und die Deko am Baum? Tannenzapfen, Nüsse, Zimtstangen, getrocknete Beeren und Orangenscheiben machen sich genauso gut wie Christbaumkugeln und Lametta. In Sachen Beleuchtung kann man auf energiesparende LED-Beleuchtung umsteigen – am besten mit Steckdosenanschluss, denn die Batterien aus batteriebetriebenen Lichterketten landen früher oder später auch im Müll.

Nachhaltig essen

Beim Essen kann man auf vegetarische Rezepte zurückgreifen, da sie klimafreundlicher sind. Außerdem nachhaltig: Saisonal essen. Beilagen wie Rosenkohl oder Rotkohl sind eine gute Wahl, denn beides kann im Dezember in Deutschland geerntet werden und muss nicht erst um die halbe Welt zu uns geflogen werden.

Und bei wem es doch Fleisch sein soll, der sollte die Herkunft überprüfen oder gleich zum Bauern in der Region gehen. Pluspunkt: Neben dem Tierwohl werden so auch lange Transportwege und somit auch CO2-Emissionen eingespart.


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Schenken und beschenkt werden macht Freude – meistens jedenfalls. Trifft das Geschenk partout nicht den Geschmack, geht es nach den Feiertagen ans Umtauschen und Zurückgeben. Ein Recht darauf haben Käufer aber nicht automatisch.

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