Der Trierer Dom (Foto: dpa/Werner Baum)

Bistum legt neue Details zur Bistumsreform vor

Oliver Buchholz   20.10.2018 | 21:54 Uhr

Das Bistum Trier hat weitere Details zu den neuen Großpfarreien, die ab 2020 errichtet werden sollen, bekannt gegeben. Damit reagieren die Verantwortlichen auch auf eine Demonstration gegen die Reformpläne, die am Samstag mit über 1000 Demonstranten vor dem Trierer Dom stattgefunden hat.

Video [aktueller bericht am samstag, 20.10.2018, Länge: 4:37 Min.]
Reform für Bistum Trier

Bei der Demonstration gegen die Reformpläne wurde eines deutlich: Die Ehrenamtlichen haben Angst, in den Großpfarreien unterzugehen und vor Ort keine Möglichkeit der Mitgestaltung mehr zu haben. Genau da versucht das Bistum nun die Reformgegner zu beruhigen. Bei einer Sitzung der Bistumsverantwortlichen habe man am Freitag beschlossen, Verwaltungsteams vor Ort zu installieren und mit Befugnissen und Budget auszustatten, heißt es in einer Presseerklärung. Auf der Ebene der Großpfarreien sollen vor allem Verwaltungsprozesse gebündelt werden.

Darüber hinaus hat das Bistum auch die Frage der Leitung der Großpfarreien geklärt: Zukünftig soll nicht mehr nur der Pfarrer, sondern ein Team aus Pfarrer, zwei weiteren Hauptamtlichen und bis zu zwei Ehrenamtlichen die Pfarrei der Zukunft leiten. Um eine inhaltliche Neuausrichtung des katholischen Bistums voranzutreiben, wurde auch ein Rahmenleitbild beschlossen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 20.10.2018 berichtet.

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