Fridolin auf dem Gnadenhof (Foto: Sabine Frank/SR)

Happy End für Ochse Fridolin

Felicitas Fehrer   05.09.2018 | 11:14 Uhr

Jungochse Fridolin hat zwei Jahre lang nur Stallluft geschnuppert. Jetzt ist alles anders - dank seiner neuen Patin, SR-Reporterin Sabine Frank. Die hat dafür gesorgt, dass Fridolin nicht auf dem Tisch landet, sondern auf einer schönen Kuhweide.

Im Jahr 2016 hat der Kinnehof zur Lehmkaul in Lebach-Dörsdorf bei der SR 3 Landpartie mitgemacht. SR-Reporterin Sabine Frank hat dort für „Wir im Saarland“ gedreht. Dabei hat sie sich in ein neugeborenes Bullenkälbchen verliebt - und das war Fridolin.

Ein Tier, das einen Namen hat, kann man nicht essen und so wollte Sabine dafür sorgen, dass er nicht geschlachtet wird und stattdessen ein ganz neues Leben beginnen kann. Und das ist gelungen.

Lebensabend auf dem Gnadenhof

Auf dem Erzentaler Hof in Gersheim teilt sich der Jungochse nun gemeinsam mit anderen geretteten Tieren die rund fünf Hektar große Wiese mit Obstbäumen, Quelle und Offenstallhaltung. Hier verbringen die Tiere ihren Lebensabend.

Fridolin hat bereits einen Freund gefunden: Die Zwergzebu-Kuh Bambi, noch ein Flaschenkind. Das wiegt bei einer Größe von knapp einem Meter unglaubliche 200 Kilo. Im Herbst stößt noch die Wasserbüffelkuh Gunni dazu.

Das große Schnuppern

„Der erste Moment als Fridolin draußen war, war unglaublich berührend", erzählt Sabine Frank. "Da ist der raus galoppiert und hat sich erstmal umgeguckt, weil er das alles noch nicht kannte." Fridolins große Liebe galt von Anfang an einem Nussbaum. "Da hat er angefangen, ganz vorsichtig an der Rinde zu knabbern und zu riechen und sich dann ganz lang den Rücken zu kratzen.“

Monatlich wird der Jungochse von einer Fangemeinde finanziell unterstützt. Patin Sabine Frank ist sehr glücklich darüber.

Jungochse Fridolin genießt sein zweites Leben
Audio [SR 3, (c) Margit Groß-Schmidt, 05.09.2018, Länge: 04:52 Min.]
Jungochse Fridolin genießt sein zweites Leben
Jungochse Fridolin hat zwei Jahre lang nur Stallluft geschnuppert. Jetzt ist alles anders.

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