Alle glücklich: das Filmfestival "filmreif!" in Sankt Ingbert kam gut an. (Foto: Sebastian Knöbber)

Das sind die Preisträger des Festivals "filmreif!"

Felicitas Fehrer   11.06.2018 | 16:58 Uhr

Das Bundesfestival "filmreif!" 2018 in St. Ingbert ist am Sonntag mit einer großen Preisverleihung geendet. Der Preis für den besten Film ging an das Team von "Sommer im Garten" unter der Regie von Nora Mazurek. Zahlreiche weitere Preise wurden verliehen. Die Festivalleiter sind rundum glücklich über die positive Resonanz der Besucher.

Über 2200 Besucher haben in den vergangenen vier Tagen beim Filmfestival in St. Ingbert Kinoluft geschnuppert - darunter um die 180 Filmemacher aus ganz Deutschland. Ein voller Erfolg für die Festivalleiter. "Zu Beginn hatte ich wahnsinnige Angst, dass ich da vor nur 20 Leuten stehe", sagt Festivalleiter Jörn Michaely. "Dass das Event eine dermaßen positive Resonanz erfahren hat, macht mich und das ganze Team wirklich glücklich."

Auch das Regenwetter konnte die Stimmung auf dem Festival nicht trüben - die Organisatoren handelten schnell und verlegten das Open Air-Event in die Sankt Ingberter Stadthalle. Auch mit der Bewertung der Jury ist Michaely zufrieden. "Es wurden Filme ausgezeichnet, die die Jury bewegt haben und so soll das auch sein", sagt er.

Regisseurin Sung-Hyung Cho aus der Stoffentwicklungs-Jury verglich die eingereichten Filme mit denen der Berlinale, bei der sie ebenfalls in der Jury saß: "Die Projekte, die hier beim Sankt Ingberter Festival gepitched wurden, waren deutlich besser."

Preisträger

Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld wurden vergeben. Und das sind die Gewinner des diesjährigen Festivals:

  • Stoffentwicklungspreis - Clara Jäschke (Golden Delicious)
  • Besondere Erwähnung - Auf der Suche nach Katarzyna von Lars Smekal
  • Preis für einen besonderen gesellschaftlich relevanten Film - ReConnect (Julian Richberg)
  • Besonderes Motion Design - Wo sie ist (Linda Gasser)
  • Besonderes Maskenbild - Enough (Kristina Ratzka)
  • Besonderes Sounddesign - Lichtblick (Fabian Fornalski)
  • Besonderer Schnitt - Der Anruf (Anna-Lena Ponath)
  • Besondere Ausstattung - Crumble Fish (Philipp Link)
  • Besondere Regiearbeit - Hostel (Daniel Popat)
  • Besonderes Drehbuch - Sardinien (Alexander Conrads)
  • Besondere Leistung eines Nachwuchsteams - Mein Fenster (Max Schäffer)
  • Besondere Bildgestaltung - Am Ende des Tages (Svenja Heinrichs)
  • Besondere Leistung eines jungen Nachwuchschauspielers/einer jungen Nachwuchsschauspielerin - Mit Bobby an meiner Seite 3 (Steffen Schmidt)
  • Preis für einen besonderen nachhaltigen Film - Kleinheim (Michael Ciesielski)
  • Produktionspreis - Katharsis (Alison Kuhn)
  • Publikumspreis - Follower (Jonathan Behr)
  • Bester Film - Sommer im Garten (Nora Mazurek)

Wie geht es jetzt weiter?

Weil das Festival so erfolgreich war, ist nun bereits das nächste in Planung. "Um das zu ermöglichen, muss jetzt schnellstens die Finanzierung geregelt werden", sagt Michaely. Diesbezüglich hatte das Team bereits erste Gespräche mit der Stadt Sankt Ingbert. "Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr finanziell noch besser aufgestellt sind, damit wir den angereisten Filmemachern eventuell auch die Fahrtkosten erstatten können", sagt Michaely.

Artikel mit anderen teilen