Eine Wärmepumpe steht vor einem Neubau eines Einfamilienhauses (Foto: IMAGO / Rene Traut)

Rund 80 Prozent der Neubauten heizen mit erneuerbaren Energien

Sandra Schick   12.06.2023 | 12:40 Uhr

Im Saarland werden rund 80 Prozent der Neubauten mit Erneuerbaren Energien beheizt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Am beliebtesten bei den Bauherren sind - wenig überraschend - Luftwärmepumpen. Andere Energieträger haben nur eine geringe Bedeutung.

Im Saarland wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 insgesamt 890 neue Wohngebäude fertiggestellt. Davon werden 736 ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. Das entspricht einem Anteil von 82,7 Prozent.

Den Angaben zufolge wurde in den 2022 fertiggestellten Häusern rund 650 mal eine Erd- oder Luftwärmepumpe als primäre Heizung verbaut. Das entspricht einem Anteil von 73 Prozent. Nur in 166 Gebäuden werden konventionelle Energieträger für die primäre Heizung genutzt. Die allermeisten davon waren Gasheizungen. Fernwärme nutzten 27 Neubauten des Jahres 2022.

Was zählt zu den Erneuerbaren?

Zu den erneuerbaren Energien bei Heizungen zählen in der Statistik neben Erd- oder Luftwärmepumpen auch Solarthermie, Holz, Biogas und Biomethan sowie sonstige Biomasse. Zu den konventionellen Energieträgern gehören Öl, Gas und Strom (z. B. Infrarotheizungen, elektrische Fußbodenheizungen). Fernwärme als Energiequelle wird in der Statistik weder zu den erneuerbaren noch zu den konventionellen Energieträgern gezählt. 

Auch bundesweit steigt der Anteil

Deutschlandweit werden rund drei Viertel (74,7 Prozent) der im Jahr 2022 fertiggestellten Wohngebäude ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg dieser Anteil gegenüber dem Jahr 2021 um vier Prozentpunkte. 2015 hatte er noch bei 61,5 Prozent gelegen.


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