Let the bell ring: Per Zufall zum Thema

Christin Freitag hat für ihre Doku "Let the bell ring" einen Nachwuchsboxer in L.A. auf seinem Weg zu seinem wichtigsten Kampf begleitet. Wie der Kontakt zu ihrem Protagonisten zustande kam, erklärt sie Carl in unserer Lounge.

Congo Calling: Kontraproduktive Hilfe?

Wie hilfreich ist die Entwicklungshilfe aus dem Westen eigentlich für die Demokratische Republik Kongo? Dieser Frage wollte Regisseur Stephan Hilpert in seiner Doku "Congo calling" nachgehen und hat herausgefunden, dass die Antwort nicht einfach ist. Mit seiner Kamera hat er drei Entwicklungshelfer vor Ort begleitet: Anne-Laure, Peter und Raul, die von ihren Erfahrungen erzählen.

Label me: Kein Liebesfilm

Waseem und Lars sehnen sich eigentlich beide nach dem gleichen: Nähe. Und obwohl sie sich körperlich nicht näher kommen könnten, sind sie dennoch einsam. Regisseur Kai Kreuser zeigt in seinem mittellangen Film "Label me" krasse Gegensätze, die viel gemeinsam haben. Mitgebracht hat er Produzentin Jenny Lorenz-Kreindl und Kameramann Malte Hafner.

Die Schwingen des Geistes: Eine offene Rechnung

Manche Filmemacher trifft man immer wieder auf dem Festival. Regisseur Albert Meisl ist so einer - und mittlerweile Stammgast in der SR Lounge. Simin freut sich, denn: Sie hat ein Hühnchen mit ihm zu rupfen. In den vergangenen Jahren hat er unsere charmante Moderatorin nämlich ordentlich auf den Arm genommen... Natürlich wird aber auch über seinen Film gesprochen, den 3. Teil einer Trilogie, in dem es um den gescheiterten Musikwissenschaftler Szabo und seinen ehemaligen Kollegen Fitzthum geht.

This is where I meet you: Gefühl und Improvisation

In Katharina Ludwigs Spielfilm "This is where I meet you" wurde viel improvisiert, um bei den Darstellern eine reale Gefühlswelt zu erzeugen. Dafür hat die Regisseurin bestimmte Techniken angewandt, die sie im Gespräch erläutert.

Die Kandidaten: Respekt für Idealismus

Als Politiker hat man es nicht leicht. Weder im politischen Alltag noch im Wahlkampf. Michael Schwarz hat vor der Bundestagswahl 2017 für seine Doku "Die Kandidaten" sechs Politiker begleitet und ihnen über die Schulter geschaut. Misbah Khan von den Grünen begleitet ihn in die Lounge, wo sie über den Film sprechen.

Das rote Rad: Bilder statt Worte

Regisseur Nicolas Ehrets mittellanger Film "Das rote Rad" setzt sich mit dem Thema Krieg auseinander. Er setzt dabei auf eine starke Bildsprache, die Dialog überflüssig macht. 2015 war Ehret selbst im Irak, wo er mit Menschen gesprochen hat, die den Krieg hautnah miterlebt hatten. Die Hauptrolle in seinem Film übernimmt der kleine Paul-André. Ehret erklärt, welche Maßnahmen die Crew ergriffen hat, um den Jungen vor dem Thema Krieg und den Bildern zu schützen.

Der Geburtstag: Raum für Metaphern

Ein Kindergeburstag, an dessen Ende ein Kind nicht abgeholt wird - Regisseur Carlos Morelli erzählt in seinem Spielfilm "Der Geburstag" diese Geschichte, die einen Vater zum Nachdenken anregt. Morelli selbst spricht kein deutsch, erklärt aber, dass das am Set ganz gut geklappt hat. Schließlich gehe es beim Film nicht um die Sprache, sondern um die Bilder, die Geschichte und die Töne. Mark Waschke spielt in dem Film den Vater - und hat sofort zugesagt, nachdem er den Regisseur kennengelernt hatte.

Alles Easy: Achtsam sein

Liebe, Offenheit und Toleranz - alles, wofür Techno eigentlich steht, wird in Luisa Ricars Kurzfilm "Alles easy" infrage gestellt. Am Ende einer langen Partynacht ist eine Frau mit mehreren Männern zusammen im Schlafzimmer. Handelt es sich dabei um einvernehmlichen Sex oder um Missbrauch? Die Hintergründe zu ihrem Film erzählt Luisa im Gespräch mit Smin und Carl.

Elephant in the room: Das Offensichtliche sehen

In Regisseurin Chanelle Eidenbenz' Kurzfilm "Elphant in the room" geht es um Verdrängung. Doris Schefer spielt darin "Irna", in die sie sich sofort verliebt hat - vielleicht, weil Irna nicht ganz "normal" ist.

In Zeiten der Teleportation: Tanz durch Zeit und Raum

Der Kurzfilm "In Zeiten der Teleportation" von Regisseur Henning Pulß erzählt die Geschichte eines Mädchens, das im Raum reisen kann. Das Gerät, das sie dafür verwendet, der Teleporter, lässt sich aber nur starten, wenn man einen Code tanzt. Pulß erklärt in unserer Lounge, wie er auf die Idee kam, diese beiden Themen miteinander zu verbinden und was die Faszination Kurzfilm ausmacht.

Das letzte Jahr in Utopia: Teilnehmer machen Regie

Die Fernsehprojekt "Utopia" von Sat 1 ist gescheitert. Die Filmemacherinnen Jana Keuchel und Katharina Knust zeigen mit ihrem Dokumentarfilm "Das letzte Jahr in Utopia", warum die Reality-Show zum Scheitern verurteilt war. Dazu sind die Regisseurinnen mit ehemaligen Teilnehmern und Schauspielern zum Drehort zurückgekehrt. Im Interview erzählt Katharina Knust, was die intensivsten Momente beim Dreh waren und an welchem Punkt die Teilnehmer selbst zu Regisseuren wurden.

Die Jury: Wer wird gewinnen?

Lisa Miller und Friedrich Mücke sind zwei der fünf Mitglieder der Spielfilmjury. Für ein Gespräch in der SR Lounge haben sie sich kurz aus dem Kinosaal rausgeschlichen und schon mal vorab verraten, wer der großer Abräumer des Festivals wird. Kleiner Scherz. Natürlich konnten Simin und Carl ihnen kein Wort darüber entlocken. Trotzdem haben sie interessante Einblicke in ihre Arbeit als Jury gegeben.

Lysis: Film im Selfie-Modus

Kein Kameramann und kein Drehbuch - das ist Lysis von Regisseur Rick Ostermann. Oliver Masucci spielt darin einen Vater, der die Beziehung zu seinem Sohn stärken möchte. Dadurch, dass die Schauspieler improvisieren mussten und alles im Selfie-Modus gedreht haben, wird "Lysis" zu einem absolut authentischen Werk, das in nur zehn Tagen abgedreht war.

Electric Girl: Irgendwann entgleist es

Vordergründig ist der Spielfilm "Electric Girl" von Regisseurin Ziska Riemann ein quietschbuntes Vergnügen. Auf den zweiten Blick wird aber klar: So bunt und fröhlich ist das Leben von Mia, gespielt von Victoria Schulz, überhaupt nicht. Im Gegenteil.

Stern: Schicksal und Lebensmut

Regisseur Anatol Schuster hat seine Hauptdarstellerinnen Ahuva Sommerfeld und Kara Schröder mit in die Lounge gebracht. Eigentlich geht es in seinem Spielfilm um ein trauriges Thema. Aber "Stern" ist alles andere als traurig und soll lehren, dass das Schicksal eine durchaus wichtige Rolle im Leben spielt.

Endzeit: Leben in einer fremden Welt

Ein echter Zombie-Streifen auf dem Fimfestival ist der Spielfilm "Endzeit" von Regisseurin Carolina Hellsgård. Gro Swantje Kohlhof und Maja Lehrer übernehmen darin die beiden Hauptrollen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hinter "Endzeit" steckt aber viel mehr als Horror und platter Zombie-Trash.

Adrian ist nicht Achill: Fantasie trifft Wirklichkeit

Beziehung und Alltag - manchmal eine schwierige Kombination. Genau dieses Thema wollte Regisseurin Sophia Schiller in ihrem Spielfilm "Adrian ist nicht Achill" aufgreifen. Sie hat viel mit Laien gedreht, aber auch mit zwei Profischauspielern: Agnes Decker und Moritz Weber-Jänichen. Beide sind für den Preis als beste Nachwuchsdarsteller nominiert.

Jägerin: Das schlimmstmögliche Szenario

Bei einem Autounfall verliert die junge Rik ihre komplette Familie. Vollkommen traumatisiert irrt sie durch einen Wald und muss sich schon bald ihren Dämonen stellen. Regisseurin Sandra Schröder und Drehbuchautorin Lena Falke erklären, wie sie die Geschichte des Films entwickelt haben und was die Figur der Rik ausmacht.

Thinking like a Mountain: Ein Abenteuer

Schon als kleiner Junge hat Regisseur Alexander Hick das Bergsteigen für sich entdeckt. In seinem Dokumentarfilm "Thinking like a mountain" geht er unter anderem der Frage nach, wie sich das indigene Volk der Arhuacos verändert. Was er für seinen Film alles auf sich genommen hat, erzählt er Simin und Carl in der SR Lounge.

Helmut Berger, meine Mutter und ich: Offen und lustig

Was macht eigentlich Helmut Berger, wollte Bettina Vorndamme wissen, griff zum Telefon und rief ihn an. Was dann geschah, war eher Zufall als Plan und wurde von Vorndammes Tochter, der Regisseurin Valesca Peters, dokumentiert. Heraus kam ein überraschend offener Einblick in das Leben Bergers.

Midas: Dürrenmatt und eine Grimme-Nominierung

Für ihren Kurzfilm "Midas oder die schwarze Leinwand" hat Regisseurin Hannah Dörr mehrere Monate lang an der Kulisse gebastelt. Der Filmstoff basiert auf der Vorlage eines Dürrenmatt-Stücks. Dörr ist übrigens eine alte Bekannte: Wie sie während des Festivals erfahren hat, ist ihr Doku-Film aus dem vergangenen Jahr, "Erich und Schmitte - Entscheidend ist am Beckenrand", für den Grimmepreis nominiert worden.

A Gschicht über d'Lieb: Eine Liebe, die nicht sein darf

Regisseur Peter Evers will in seinem Spielfilm "A Gschicht über d'Lieb", die Art von Liebe thematisieren, die moralisch höchst umstritten und von der Gesellschaft geächtet ist. Seine beiden Hauptdarsteller Merlin Rose und Svenja Jung erläutern die Schuldfrage der Figuren und erklären, dass der Film noch eine weitere, über das Thema Liebe hinausgehende, Ebene hat.

Das letzte Land: Wo ist das Raumschiff?

In der Science Fiction-Produktion "Das letzte Land" von Marcel Barion spielt ein Raumschiff eine große Rolle. Das Besondere daran: Es ist in Handarbeit entstanden und eigentlich recht klein. Ein Modell eben. Schauspieler Torben Föllmer, nominiert für den Nachwuchspreis des Festivals, erzählt, wie es sich angefühlt hat, in dieser echten Kulisse zu drehen.

Freigang: Ohne Ausweg

Der mittellange Film "Freigang" von Martin Winter beschäftigt sich mit der Frage, was richtig und falsch ist und was Freiheit eigentlich bedeutet. Anna Suk spielt darin eine junge Frau, die im Gefängnis sitzt und einen Tag Freigang hat.

I Grew A Statue: Doppelgänger und Roboter

Es geht um künstliche Intelligenz in Aaron Arens' mittellangem Film "I grew a statue". Warum die Rollen gar nicht so einfach, zum Teil auch etwas verwirrend zu spielen waren, erzählen der Regisseur und seine Hauptdarstellerin Merle Wasmuth in der SR Lounge.

La Palma: Von einem Extrem ins andere

Der Regisseur des Spielfilms "La Palma", Erec Brehmer, hat seine beiden Hauptdarsteller Marleen Lohse und Daniel Sträßer mit in die SR Lounge gebracht. Gemeinsam reden sie über Rollenspiele in Beziehungen und wie es dazu kam, diesen Film zu realisieren.

Hot Dog: "Es ist normal, es ist da"

Der Kurzfilm "Hot Dog" von den Regisseurinnen Alma Buddecke und Marleen Valin erzählt die Beziehung einer Frau zu ihrem Geschlechtsteil und wie andere Menschen damit umgehen. Der Film ist lustig – gleichzeitig denkt man: „Stimmt, warum spricht da keiner drüber?“. In der SR Lounge erklären sie, weshalb der Film in englischer Sprache ist und warum es keinen Grund gibt, rot zu werden, wenn über dieses Thema gesprochen wird.

Was bleibt: Was Krankheit mit Beziehungen macht

Eileen Byrne beschäftigt sich in ihrem Kurzfilm "Was bleibt" mit dem Thema Brustkrebs. Es war ihr wichtig, auch die Seite der Krankheit zu zeigen, die man normalerweise nicht sieht. Denn der Verlust der Weiblichkeit spielt in vielen Beziehungen auch dann noch eine Rolle, wenn die Krankheit überwunden ist. Max Bretschneider spielt in den Film den Moritz, der sich in genau dieser Situation befindet und und einen Weg sucht, wie er mit der Krankheit seiner Freundin umgehen kann.

Flocke und Proschinski: Ein Film über nichts?

Regisseur Lutz Rödig wollte unbedingt eine Gaunerkomödie drehen. Mit dem mittellangen Film "Flocke und Proschinski" ist ihm das auch irgendwie gelungen, irgendwie geht es dann aber doch um etwas ganz anderes. Gemeinsan mit Proschinski-Darsteller Stefan Lampadius erzählt er, was wirklich dahinter steckt.

Der Läufer: Viele Interpretationen, wie Gewalt entsteht

Im Spielflim "Der Läufer" von Hannes Baumgartner verkörpert Max Hubacher den Langstreckenläufer Jonas, der versucht, seine Trauer und seine Verzweiflung durch hartes Training zu kompensieren. Doch irgendwann klappt das nicht mehr. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Hannes und Max erklären, wie es zu der Idee kam und was sie angetrieben hat.

Svenja Böttger: "Die Qual der Wahl"

Die Eröffnung der Jubiläumsausgabe liegt hinter Svenja Böttger, die das Festival seit drei Jahren leitet. Im Gespräch mit Simin und Carl erzählt sie, wie die Planungen für das 40. Filmfestival Max Ophüls Preis abgelaufen sind und was die Kinofans in dieser Woche erwartet.

Oliver Baumgarten: "Vielfalt ist das Besondere"

Fast 900 Filme sind für das laufende Festival eingereicht worden. Welche Filme dann tatsächlich gezeigt werden, entscheidet unter anderem Programmleiter Oliver Baumgarten. Simin und Carl erzählt er unter anderem, nach welchen Kriterien die Filme ausgesucht werden, woran es liegt, dass in vielen Filmen ähnliche Themen behandelt werden und warum die Bandbreite an Filmen trotzdem enorm groß ist.

Alles zum Festival

Rund um Ophüls 2019

"Das melancholische Mädchen" von Susanne Heinrich hat den Hauptpreis des 40. Filmfestivals Max Ophüls Preis gewonnen. Der Publikumspreis für den besten Spielfilm ging an "Kaviar". Hier gibt es alle Infos zum Festival 2019.

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