Abgas kommt aus dem Auspuff eines Autos  (Foto: dpa)

Klimafreundlich Leben

Yvonne Schleinhege  

In Paris geht es gerade um unser Klima. Bei der Weltklimakonferenz ringen die Staatschefs und ihre Unterhändler darum, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die weltweite Erwärmung einzudämmen. Aber auch wir können etwas an unserer Lebensweise ändern und so auch das Klima schützen. Einen kleinen Überblick, gibt der SR 3-Verbrauchertipp.

Jeder Deutsche hat im Schnitt einen jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von rund zwölf Tonnen CO2, so das Bundesumweltamt. Heizen und Stromverbrauch, unsere Mobilität aber auch unsere Ernährungsweise hat Einfluss auf den persönlichen Klimagas-Ausstoß. Die wichtigsten Stellschrauben, die den persönlichen CO2-Ausstoss bestimmen, sind Fernreisen und die Heizung.

Fernreisen: CO2 kompensieren


Mit dem Flugzeug einmal um die halbe Welt - Heute ist das für viele Leute möglich. Allerdings ist die Fernreise mit dem Flugzeug ein wirklicher Klimakiller. Einige Fluglinien aber auch Busanbieter werben daher mit einer CO2-Kompensation. Gemeinsam mit dem Flug- oder Busticket kann man CO2-Zertifikate kaufen. Das Geld wird dann an Klimaschutzprojekte zum Beispiel in Entwicklungsländern weitergegeben. Die Logik scheint einfach: Für das Klima zählt die Menge an Treibhausgasen weltweit und nicht wo CO2 eingespart oder ausgestoßen wird. Umweltschützer sehen dieses Modell kritisch und sprechen oftmals von einem modernen Ablasshandel. Für die Verbraucherzentralen ist dies zumindest eine Option. Die Anbieter Atmosfair und My Climate sind aus ihrer Sicht zudem auch seriös.

Heizen und Dämmen 


Die Heizung und die Dämmung des eigenen Hauses sind weitere wichtige Stellschrauben für einen klimafreundlichen Lebensstiel. Das muss nicht immer teuer sein, so der Energieberater der Verbraucherzentrale Werner Ehl. Die Kellerdecke oder die Dachplatte zu isolieren, koste vergleichsweise wenig und helfe Energie einzusparen. Wer sein Haus von außen neu verputzt, könnte gleich über eine Dämmung nachdenken, denn die Mehrkosten wären vergleichsweise gering, so der Energieberater. Auch bei der Heizung ist Modernisierung das Zauberwort. Wer eine Heizung hat die älter als 20 Jahre ist, sollte sich vom Fachmann beraten lassen. Wichtig ist aber auch das eigene Verhalten: Stoßlüften statt Dauerlüften, die Heizkörper nicht zu stellen – das sind einfache und sinnvolle Tipps.

Ernährung: Regionale Produkte für ein besseres Klima?


Die Ananas aus Brasilien oder Kartoffeln aus Ägypten – wer an den Klimaschutz denkt, sollte solche Produkte vermeiden. Regional Einkaufen ist die Alternative. Verkauf ab Erzeuger, Wochenmärkte oder regionale Produkte in Supermärkten sind eine Alternative. Wichtig ist, hier sollte man auf die tatsächliche Herkunft achten, denn regional muss nicht immer aus dem Saarland sein. Regional einkaufen muss nicht immer zwingend umweltfreundlicher sein. Wer mit dem Auto durch das halbe Saarland fährt um regionale Produkte zu kaufen, hat wenig gewonnen. Ein Alternative kann natürlich das Fahrrad sein.

Der Verbrauchertipp: Immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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