Ein Smartphone (Foto: SR)

Die "Smart Cities"-Projekte des Landkreises St. Wendel

Lena Schmidtke   10.09.2020 | 16:15 Uhr

Digitalisierung ist das Wort der Stunde. Alle wollen mitmachen, nur wie? Mit dem Modellprojekt "Smart Cities" fördert der Bund seit 2019 kommunale Projekte zur Digitalisierung. Insgesamt 820 Millionen Euro stehen deuschlandweit dafür zur Verfügung. Rund 15,7 Millionen davon gehen in den Landkreis St. Wendel. Am 10. September hat Landrat Udo Recktenwald die Pläne dafür vorgestellt.

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Die "Smart Cities"-Projekte des Landkreises St. Wendel
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 10.09.2020, Länge: 03:07 Min.]
Die "Smart Cities"-Projekte des Landkreises St. Wendel

Mit dem „Smart Cities“-Programm unterstützt der Bund Zukunftsprojekte für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Technologien in den Kommunen. Das Programm gibt es seit 2019. Mit ihm soll die Digitalisierung strategisch und im Sinne der Stadtentwicklung vorangetrieben werden. Das Fördervolumen beträgt 820 Millionen Euro.

Ein "Ritterschlag" für St. Wendel

In diesem Jahr haben sich 86 Städte, Kreise, Gemeinden und interkommunale Kooperationen in ganz Deutschland als "Modellprojekt Smart City" beim Bundesinnenministerium beworben. 32 von ihnen wurden ausgewählt, darunter auch der Landkreis St. Wendel. Rund 15,7 Millionen Euro Fördergeld werden in den Landkreis fließen. Landrat Udo Recktenwald ist sehr stolz, dass sein Landkreis ausgwählt wurde. Das sei ein "Ritterschlag", sagt er.

Eine Kernstück: eine Multifunktions-App

Mit den Fördermillionen soll die Digitalisierung dahingehend ausgebaut werden, dass sie das Leben für die Menschen leichter macht. Zum Beispiel Stichwort Mobilität. „Dass wir über digitale Systeme flexibel in der Lage sind, etwa Busse auf Bedarf hin anzufordern", so Recktenwald. Ziel sei es, statt fester Abfahrtzeiten die Beförderungsmittel ganz nach dem individuellen Bedarf anzubieten.

Organisiert werden könnte das über eine App, die dafür entwickelt werden müsste. Und eine solche App sollte dann auch noch weitere Features anbieten, zum Beispiel dass Menschen, die nicht mehr so mobil sind, sich über die App ihre Waren bei den regionalen Anbietern bestellen können. "Und das Ganze auch noch begleitet durch soziale Kontakte, wenn sie es wünschen", so Recktenwald.

Als „Modellprojekt Smart City“ will der Landkreis St. Wendel außerdem seine Online-Plattform ausbauen und in Zukunft in Echtzeit aktualisieren. Hier könnten Bürger etwa schnell die neuesten Infos der Ortsvorsteher nachlesen, Öffnungszeiten lokaler Unternehmen rauszusuchen oder sich über aktuelle Veranstaltungen informieren.

Modellprojekt läuft sieben Jahre

Udo Recktenwald und sein Team haben viele Ideen. Wann genau diese umgesetzt werden, ist aber noch offen. Erst mal müsse eine Grundlage geschaffen werden, so der Landrat. Das Modellprojekt läuft insgesamt sieben Jahre - zwei Jahre sind für die Entwicklung und fünf Jahre für die Umsetzung eingeplant.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 10.09.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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