Ein Wassertropfen fällt in eine blaue Wasserschüssel. (Foto: Jens Büttner/dpa)

Keine Wasserknappheit im Saarland

  25.06.2019 | 13:38 Uhr

Wie steht es um die Wasservorräte im Saarland? Diese Frage stellt sich angesichts der hohen Temperaturen in dieser Woche – bis zu 40 Grad werden erwartet. Stefan Kunz, Geschäftsführer der des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes (VEW), gibt Entwarnung.

„Bei uns im Saarland sieht es wirklich sehr gut aus“, sagt Kunz. „Auch im Vergleich zu anderen Bundesländern sind wir sehr gut aufgestellt.“ Für die heißen Tage sei genügend Wasser aufgestellt.

Winterhalbjahr ist wichtig

Keine Wasserknappheit im Saarland
Audio [SR 3, Siggi Lambert, 25.06.2019, Länge: 04:10 Min.]
Keine Wasserknappheit im Saarland

Wichtig für die Wasserversorgung seien die Niederschläge im Winter, so Kunz. Diese verdunsteten nicht, würden in den Boden sickern und so zu neuem Grundwasser werden. Da sehe es im Saarland eigentlich gut aus.

Übermäßiges Wassersparen, wie es andernorts gefordert wird, ist im Saarland laut Kunz nicht nötig. „Im Saarland haben wir ausreichend Ressourcen“, so der VEW-Chef im SR3-Interview. „Wir haben ja hier auch kein Bevölkerungswachstum ins Unermessliche wie in anderen Bereichen.“ Es gebe daher genug Wasser. „Natürlich darf jeder Wasser sparen, wenn er will, aber ökologisch gesehen ist das bei uns nicht notwendig.“

Vorbereitung auf Klimawandel

Aber auch beim VEW bereitet man sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vor. „Wir haben das Thema schon seit weit über zehn Jahren auf der Agenda und stimmen uns sehr genau ab, was kommen kann“, so Kunz. Derzeit sei ein Masterplan Wasserversorgung in Arbeit, der alle bis 2040 zu erwartenden Probleme und Aufgaben für die Wasserversorger aufzeigen soll.

„Wichtig ist vor allem, dass wir sicherstellen, dass das Wasser zu den Leuten kommt“, sagt Kunz. „Wir haben es ja letztes Jahr gesehen: Eigentlich war genug Wasser da.“ An solchen heißen Tagen seien aber die Netze sehr stark beansprucht. Wenn dann ein System durch einen Rohrbruch ausfalle, und das passiere regelmäßig, dann gebe es ein Problem.

Keine Bedenken bei Grubenwasser

Auch beim Thema Grubenwasserflutung durch die RAG sieht Kunz zumindest für die beantragte erste Stufe (bis minus 320 Meter NN) keine Gefahr, dass sich die Wässer vermischen könnten. Es könne aber natürlich zu Erdbewegungen kommen, und dadurch könnten die Rohre Schaden nehmen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Region am Mittag vom 25.06.2019 berichtet.

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