Impfspritzen in Ausgabeschalen (Foto: SR)

Knapp 400.000 Geimpfte im Saarland

Steffani Balle   17.05.2021 | 12:24 Uhr

Sind Sie schon geimpft? Dann sind Sie unter den knapp 400.000 glücklichen Saarländern, die entweder über die Warteliste oder beim Hausarzt schon mindestens einmal an der Reihe waren. Ungeduld macht sich allerdings unter den noch nicht Geimpften breit. Und Ärger.

Magnus Jung, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Land geht davon aus, dass bis Mitte des Jahres rund die Hälfte aller Saarländer mindestens einmal geimpft sein wird - sollte es keine unvorhergesehen Probleme geben mit der Impfstofflieferung.

Zahl der Geimpften im Saarland steigt
Audio [SR 3, Steffani Balle, 17.05.2021, Länge: 03:26 Min.]
Zahl der Geimpften im Saarland steigt

Kapazitäten hätten vor allem die niedergelassenen Ärzte, sagt der Impf-Koordinator der Kassenärztlichen Vereinigung, Joachim Meiser: "Mehr als 200.000 Menschen sind das nicht mehr, die noch den Priorisierungsgruppen unterliegen. Da wir im Moment in der Lage sind, jede Woche 50.000 bis 60.000 Impfungen zu machen, ist es absolut realistisch, denen bis Ende Juni ein Impfangebot zu machen."

Geduld ist angesagt

Gleichzeitig macht sich bei manchen Saarländern aber Frust breit - so zum Beispiel bei Luise Tabellion. Wegen Vorerkrankungen gehört die Wadgasserin in die dritte Priorisierungsgruppe. Seit zwei Wochen schon versucht sie, einen Nachrücker-Termin in einem der Impfzentren zu bekommen - erfolglos.

Warten auf die Impfung
Audio [SR 3, Steffani Balle, 17.05.2021, Länge: 03:02 Min.]
Warten auf die Impfung

Ihr Mann Albin Leidinger hat die gleiche Erfahrung gemacht. Über dreißig Stunden innerhalb der letzten zwei Wochen habe er am Rechner mit der Terminbuchung verbracht. Da könne es doch nicht mit rechten Dingen zugehen, mutmaßt er.

Impfzentren voll ausgelastet

Dem widerspricht Bernd Schnabel, zuständiger Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium: "Wir haben am Tag im Schnitt 350 Termine, die dort vergeben werden. Wir haben gestern 175.000 Zugriffe gehabt, die versucht haben, einen solchen Termin zu buchen." Da sei es natürlich klar, dass die Erfolgsquote sehr gering sei. Trotzdem führe die Nachrückerbörse dazu, dass die Impfzentren "komplett ausgelastet sind", erklärt Schnabel. "Dadurch kommen wir sehr schnell voran."

Für Menschen mit weniger Zeit und Geduld bietet sich als Alternative wohl eher an, sich auf eine der Wartelisten beim Arzt setzen zu lassen. Der meldet sich, wenn ein Termin frei geworden ist.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 17.05.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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