Die Füße eines Schlafenden schauen unter der Bettdecke hervor. (Foto: picture alliance/dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand)

Senile Bettflucht

Michael Friemel   16.09.2019 | 10:40 Uhr

Ich find's ja immer schön, wenn mich jemand auf der Straße oder im Geschäft anspricht, weil er mich aus dem Radio oder dem Fernsehen kennt. Die meisten sagen ja einfach nur freundlich Guten Tag! O.K. – es gibt Orte, an denen man es etwas weniger gerne mag....

Zum Beispiel in der Sauna. Da sagen sie zwar auch Guten Tag – aber sie gucken einem dabei nicht in die Augen …

Aber ansonsten hab ich da meist nette, und nicht selten auch amüsante Begegnungen. Zum Beispiel die Sache aus dem Baumarkt, als ich damals als frischgebackener Hausbesitzer meinen ersten Schlauchwagen gekauft hatte. Ich stand mit diesem Gerät, einem NoName-Artikel aus dem Angebot an der Kasse, als die Kassiererin zu mir sagte. „Tach Herr Friemel! Der aus´m Angebot? Das müsse Sie wisse, … awwer de Schilling kaaft immer Qualität!“ Schön, oder?

Noch besser war aber die Nummer, die mir letzten Samstag an der Fleischtheke in einem Saarbrücker Supermarkt passiert ist. Es war so gegen 12.00 Uhr. Da kam eine Frau auf mich zu, und sagte: „Aah, de Friemel! Gemorje! De Weyand vumm akuelle bericht, denne hann ich heit morje aach schunn beim inkaafe in Schiffwiller getroff. Das war awwer e gudd Stick frieher! Gudd, der kann wahrscheinlich nemmeh so lang schloofe wie Sie, do geht er kaafe!“

Michael Friemel


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