Fest installiertes Navigationsgerät in einem Auto (Foto: dpa)

Das bessere Navi

Michael Friemel   13.09.2021 | 10:40 Uhr

„In fünfhundert Metern rechts abbiegen!“ Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder in fünfhundert Metern wird rechts abgebogen, oder der Fahrer sagt: „So e Quatsch! Das kann nit stimme, mir fahre gradaus!“

Wenn ich bei solchen Menschen im Auto sitze, krieg ichs an die Nerven. Autofahrer, die es immer besser wissen, als das Navi – aber das Teil trotzdem nicht abschalten.

Leute, die ihr inneres Mayen-Mendig einfach nicht ignorieren können. Kennen Sie die auch? Solche Automänner, die das deutsche Autobahnnetz besser kennen als die Geburtstage ihrer Familie. Die aus Prinzip immer die A1 in Richtung Norden fahren, weils durchs Sauerland immer besser geht, als über die A7 und Kassel.

Das sind die Männer, die am liebsten auch heute noch nach der Faltkarte fahren, und das Navi nur akzeptiert haben, weil die Frau es mitbestellt hat.

Also schalten sie es bei der Reise ein, ignorieren es aber von Abfahrt bis Ankunft. Was dazu führt, dass das Navigationsgerät ständig umrechnen muss, sich selbst korrigiert und neue Ansagen macht, was die Routengötter am Steuer natürlich umso mehr bestätigt und zu solchen Aussagen verleitet, wie: „Siehschdes, die wääses selbschd nit!“

Michael Friemel


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