Zwei Vespa-Fahrerinnen (Foto: picture alliance / Holger Hollemann/dpa)

Im Rollerfieber

Vom Glück auf zwei Rädern

 

Motorroller erleben im Saarland gerade eine Renaissance. Was den neuen Trend ausmacht, hinterfragt Michael Schneider am Sonntag, 24. Juni, um 12.30 Uhr in Land und Leute auf SR 3 Saarlandwelle.

Sendung: Sonntag 24.06.2018 12.30 Uhr

Ein Feature von Michael Schneider

Wer im Sommer durch die saarländischen Innenstädte geht, sieht sie an jeder Ecke stehen: Motorroller aller Marken, Farben und Arten. Die Vespas, Aprilias, Schwalben, Kymcos und Zündapps erleben gerade eine regelrechte Renaissance. Denn längst sind es nicht mehr nur Jugendliche, die auf den flinken Zweirädern ihre erste Fahrerfahrung sammeln. Der Roller ist in den letzten Jahren auch zum Accessoire einer modernen, urbanen Gesellschaft geworden, die immer häufiger das Auto stehen lässt. Warum und was den neuen Trend ausmacht, das will Michael Schneider für "Land und Leute" am kommenden Sonntag, 24. Juni, herausfinden. Er ist selbst dem Rollerfieber verfallen und begibt sich auf eine Ausfahrt ins Saarland, um Gleichgesinnte zu treffen.

Mythen rund ums Zweiradfahren

50 Kubik reichen völlig aus für die Stadt, so sehen es viele von denen, die in den letzten Jahren den Roller als Cityflitzer entdeckt haben. Oft markenbewusste Städter zwischen 20 und 40, die einfach keine Lust mehr auf die Parkplatzsuche und ewiges Stehen im Berufsverkehr haben. Die Versicherer jedenfalls beobachten seit einiger Zeit einen Trend zum Roller als Zweitfahrzeug. Umsteigen ist einfach, denn die Mofaklasse ist in fast jedem Führerschein eingeschlossen. Doch was dürfen Rollerfahrer eigentlich, was Autos nicht dürfen? Überall parken, auf Busspuren überholen, sich am Stau vorbeischlängeln? Im Schnellcheck mit Fahrlehrern wird mit populären Mythen rund ums Zweiradfahren aufgeräumt.

Zwischen flexibler Alternative und Kult

Für die einen ist der Motorroller dabei einfach eine flexible Alternative, für die anderen regelrecht Kult. Die Wirtschaftswunderzeit der Fünfziger Jahre wirkt noch nach, in denen das Mofa oder der Roller für viele die erste große Freiheit war. Ältere Saarländer erzählen, wie sie diese Zeit erlebt haben und warum der Roller für sie der Aufbruch ins Erwachsensein war. Und Jüngere pflegen diese Traditionen, indem sie sich in Liebhaberclubs zusammenschließen. Hier huldigen Schrauber und Knauber ihren Lieblingsmarken, planen gemeinsame Ausfahrten und blicken verächtlich herab auf alle, die nicht Teil der erlesenen Gemeinschaft sind. Sie pflegen eine eigene Kultur und Sprache: Von Rockern und Mods, Vespisti und Prodomisti.

Und dann gibt es die, die mit der Tradition gar nichts am Hut haben und ganz neue Wege gehen. Die E-Mobilität ist im Saarland zwar noch ein zartes Pflänzchen, doch sie hat längst auch den Rollermarkt erobert. Immer mehr Firmen bieten lautlose Stadtscooter an, die den klassischen Zweitaktern Konkurrenz machen. Können diese neuen Modelle genauso viel wie die alten? Und was ist eigentlich mit dem Fahrspaß?

Fragen, die Michael Schneider auf seinem ganz besonderen Roadtrip stellen will. Einmal quer durchs Saarland, in gemütlichem Tempo. "Im Rollerfieber: Vom Glück auf zwei Rädern", am kommenden Sonntag 24. Juni, ab 12.30 Uhr, in "Land und Leute" auf SR 3 Saarlandwelle.


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 (Foto: SR)

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