Eugen hat seit über 50 Jahre Dackel. (Foto: Isabel Sonnabend)

Das Gumo-Mobil und die "Faszination Dackel"

Dagmar Scherer   15.04.2019 | 05:00 Uhr

In Passau haben zwei Dackel-Fans vor einem Jahr an Ostern ein Dackel-Museum eröffnet. Isabel Sonnabend ist mit dem GuMo-Mobil und der Mission losgeschickt worden, die Menschen in unserer Region zu finden, die sich auch so für den Dackel begeistern können. Fündig geworden ist sie in Schmelz-Hüttersdorf bei Eugen. Er hat seit über 50 Jahren Dackel.

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Der Blick allein bringt viele zum Schmelzen.
Audio [SR 3, Isabel Sonnabend, 15.04.2019, Länge: 07:33 Min.]
Der Blick allein bringt viele zum Schmelzen.

Eugen macht den kleinen Jagdhunden eine regelrechte Liebeserklärung: "Sie sind klein, kompakt, schön, tapfer und relaxed." Teilweise, sagte Eugen, überschätzen sich die Dackel auch. Man könnte auch sagen, sie sind zu überheblich, trotz ihrer Kleinheit.

"Schönste Hundeart"

Dackel seien die verschmusteste Hundeart, die er kenne. Bei Eugen dürfen seine insgesamt fünf Dackel auch aufs Sofa, aber nicht ins Bett. Erzogen hat er sie konsequent, liebevoll und ohne Schläge.

Für Eugen gehören Dackel zu den schönsten Hunden überhaupt. Da sei er nicht allein. Neben dem Schäferhund gehöre der Dackel zu den am meisten gezüchteten Rassen in Deutschland. Es gibt Kurzhaar-, Rauhaar- Langhaardackel und alle drei gibt es wiederum in drei Größen.


Fazination Dackel


Dackel (Foto: pixabay (CC0))

Er ist klein, läuft auf sehr kurzen Beinen durchs Leben und hat ein sehr großes Ego: der Dackel. In Passau haben zwei Dackel-Fans vor einem Jahr an Ostern ein Dackel-Museum eröffnet. Rund 2000 Exponate gibt es zu sehen und die Dackelfreunde in der Republik freut es.

Screenshot der Homepage des Passauer Dackelmuseums (Foto: SR)

Passauer Dackelmuseum
dackelmuseum.de

Der Dackel – die Jäger nennen ihn übrigens Teckel – gilt als ein typisch deutscher Hund. Gefühlt passt er deshalb gut zu Tannengrün und Eiche rustikal. Ein Jagdhund für die Dachsjagd, genauer gesagt für die Jagd im Dachsbau, denn um hinter der Beute herzurennen, ist er eher ungeeignet. Beine zu kurz.

Das kompensiert der Dackel aber mit seinem Mut. Und auch als Spürnase ist er top - der Abstand zum Boden ist ja auch nicht so groß.

Vom Wald aufs Sofa

Dackel (Foto: pixabay (CC0))

Als Dackel ist man natürlich nicht nur auf der Jagd. Auch das heimische Sofa weiß man durchaus zu schätzen. Bis weit in die 70er Jahre erfreute sich der Dackel großer Beliebtheit. 1972 war er sogar das Maskottchen der Olympischen Sommerspiele in München.

Doch im Lauf der Jahre ging die Leidenschaft der Deutschen für den kurzbeinigen Kumpel mehr und mehr zurück. Cockerspaniel, Bobtail, Retriever, Mops, Jack Russel, Bulldogge und Co. machten sich immer mehr auf seinem Sofa breit. Aber zum Glück ist der Dackel auch dickköpfig und inzwischen auf dem besten Weg, sich das Herz der Deutschen wieder zurück zu erobern.

Über dieses Thema wurde auch in "Guten Morgen" am 15.04.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.


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