Rebecca, eine der wenigen LKW-Fahrerinnen im Saarland (Foto: Isabel Sonnabend)

Mit einer der wenigen LKW-Fahrerinnen im Saarland unterwegs

Isabel Sonnabend   27.08.2018 | 08:38 Uhr

Vor einiger Zeit war Isabel Sonnabend mit dem GuMo-Mobil in Nonnweiler bei den Betonmisch- und LKW-Fahrern, sie ist da oben von Bau zu Bau mitgefahren, hat sich umgeschaut und gedacht: nur Männer. Sie hat sich gefragt, ob es auch Frauen gibt, die LKW fahren.

Isabel hat eine gefunden, hat hat den SR 3-Bulli gegen den LKW getauscht und die 29-jährige am frühen Morgen zur Mülledponie nach Illingen begleitet.

Rebecca kommt aus Homburg. Früher hat sie Reise- und Wohnmobile verkauft, wollte einfach mal "was Größeres" haben. Seit viereinhalb Jahren ist sie auf einem LKW unterwegs, ein Vierachser, mit Material bis zu 34 Tonnen schwer.

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"Man sollte schon ein bisschen Kondition haben"
Audio [SR 3, Isabel Sonnabend, 27.08.2018, Länge: 02:26 Min.]
"Man sollte schon ein bisschen Kondition haben"

Ihr gefällt der Überblick von oben über die Landschaft gut. Rebecca ist nicht die einzige Frau, aber definitiv als eine der wenigen Frauen in der Männerwelt unterwegs. Blöde Sprüche gibt's auch schon mal, aber die steckt sie weg.

Kraft ist schon gefragt

In Sulzbach haben sie ein Gemisch aus Beton, Ziegeln und Keramik ein- und in Illingen bei der EVS ausgeladen. Damit der LKW immer tipptopp sauber ist für die nächste Fuhre, muss Rebecca auch schon mal Hand anlegen. Dazu einladen, ausladen - Kraft ist da schon gefragt. Darum geht sie seit einiger Zeit auch ins Fitnessstudio. "Da geht vieles leichter von der Hand.

Helfen lässt sie sich nicht von den Männern. "Ich bekomme das gleiche Geld, da mache ich auch die gleiche Arbeit, Sonderbehandlung will ich nicht." Aber ein Kompliment fürs 1a-rückwärts-Einparken, das nimmt sie gerne in Empfang.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 27.08.2018 berichtet.

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