"Das Interesse am Land steigt wieder"

"Das Interesse am Land steigt wieder"

Ein Gespräch mit Susanne Dähnert

Roland Kunz. Onlinefassung: Rick Reitler   21.04.2021 | 15:00 Uhr

Ist Stadtflucht wieder "in"? Seit knapp zehn Jahren zieht es in Deutschland wieder mehr Leute aufs Land. Dabei bemühten sich immer mehr Menschen, "das Beste aus beiden Welten" zu nutzen, sagte Susanne Dähnert vom vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im SR-Interview.

Während das Wohnen in der Stadt lange Zeit als besonders angesagt galt, zieht es seit knapp zehn Jahren wieder mehr Menschen aufs Land. Günstigere Preise und die Natur gehören zu den wichtigsten Gründen für das Leben in Dörfern und Kleinstädten.

Corona-Effekt unklar

Ob sich die Verlagerung von Millionen von Bürojobs ins "Home-Office" und die sinkende Attraktivität der Innenstädte im Zuge der Corona-Krise ebenfalls als "Umzugshelfer" ins Grüne ausgewirkt haben, konnte Susanne Dähnert vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit SR-Moderator Roland Kunz nicht bestätigen: "Das können wir leider erst in ein, zwei Jahren richtig sehen".

"Das Beste aus beiden Welten"

Eine Erkenntnis aus der aktuellen Berlin-Institut-Studie "Digital aufs Land - Wie kreative Menschen das Leben in Dörfern und Kleinstädten neu gestalten" sei jedenfalls, dass immer mehr Menschen am liebsten "das Beste aus beiden Welten" anstrebten, sagte Dähnert. Eine Umkehr des demografischen Wandels in Regionen mit einem besonders starken Seniorenanteil wie etwa im Osten Deutschlands oder im Saarland sei trotz der Beliebtheit des Landlebens allerdings nicht zu erwarten.



Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Nachmittag" vom 21.04.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt ein Baugrundstück im ländlichen Kleinblittersdorf (Archivfoto: SR Fernsehen).

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja