Zurab Karumidze: "Dagny oder ein Fest der Liebe"

Zurab Karumidze: "Dagny oder ein Fest der Liebe"

Literatur im Gespräch

 

Sendung: Dienstag 13.11.2018 20.04 bis 21.00 Uhr

Lesung und Gespräch, Gesprächspartnerin: Tilla Fuchs (SR 2 KulturRadio)

Dagny Juel, Karumidzes Romanfigur, hat es wirklich gegeben: Die Norwegerin, Modell und Muse von Edvard Munch und August Strindberg, zentrale Figur der Berliner Bohemiens, wurde am 4. Juni 1901 in Tiflis von einem nicht erhörten Liebhaber erschossen. Sich selbst erschoss der dann auch.

Am 8. Juni 1901, ihrem 34. Geburtstag, wurde Dagny in Tiflis beerdigt. Soviel zur Rahmenhandlung. Doch Zurab Karumidzes Roman beschreibt noch mehr: Der georgische Mystiker Georges Gurdjieff und der Volksdichter Wascha-Pschawela treten auf. Weiter ein sprechender Rabe vom Saturn, der Maler Niko Pirosmani, ein tibetanischer Schamane, August Strindberg, Albert Schweitzer und viele andere. Sie alle sind beteiligt an einem "Fest der Liebe", das dann gründlich schiefgeht, weil sich der junge Revolutionär Koba einmischt, der ein Auge auf Dagny geworfen hat. Er wird später als Josef Stalin in die Geschichte eingehen.

Ein Mitschnitt vom 15. Oktober 2019 aus dem Saarländischen Künstlerhaus.

Schriftsteller Zurab Karumidze (Foto: Weidle Verlag)
Der georgsiche Schriftsteller Zurab Karumidze (Foto: Weidle Verlag)

Über den Autor

Zurab Karumidze, geboren 1957, ist einer der bekanntesten Autoren Georgiens. Sein Werk umfasst Romane, Kurzgeschichtensammlungen und Novellen. Zurab Karumidze lebt in Tiflis und ist als außenpolitischer Berater der georgischen Regierung tätig. Sein Roman "Dagny oder ein Fest der Liebe" erschien 2011 in Tiflis. Karumidzes Verleger Stefan Weidle hat den Roman aus dem Englischen übersetzt.


Literatur im Gespräch

Dienstags von 20.04 bis 21.00 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Ein Forum für literarische Texte, die im Gespräch sind oder durch die Sendung ins Gespräch gebracht werden sollen.

Es handelt sich um Romane, Erzählungen, Essays oder Gedichte, die veröffentlicht oder noch unveröffentlicht sind. Die Sendung will Autoren von "draußen" ins Land und Autoren aus dem Land nach draußen vermitteln. Zu hören sind Studiogespräche sowie Mitschnitte öffentlicher Lesungen von bekannten und unbekannten Schriftstellern, von Nobelpreisträgern wie (wenn sie interessant sind) von Autoren, die ihre Bücher im Selbstverlag herausbringen. Die Autoren sind in der Regel deutschsprachig.

Redaktion: Tilla Fuchs

Kontakt: literatur-im-gespraech@sr.de

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