Saarlandtrend 2018

Verluste für die Koalitionsparteien, AfD stark

Wäre am Sonntag Landtagswahl, müssten die beiden Regierungsparteien Verluste hinnehmen. Die Umfragewerte der AfD dagegen sind deutlich gestiegen. Die Linke würde nur leicht verlieren, Grüne und FDP an Stimmen zulegen. Für die Grünen würde es sogar für den Sprung in den Landtag reichen.

Rehlinger bei Direktwahl knapp vorne

Könnten die Saarländer ihren Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin direkt wählen, hätte SPD-Chefin Anke Rehlinger derzeit die Nase vorne. 41 Prozent der Befragten würden sich für sie entscheiden. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) käme auf 39 Prozent der Stimmen.

Widerstand gegen Kommunalreform wächst

Eine knappe Mehrheit spricht sich im aktuellen Saarlandtrend für eine Kommunalreform aus. Befürworter erwarten davon eine Verbesserung der Verwaltungsabläufe und geringere Kosten. Kritiker befürchten, dass die Bürgernähe der Verwaltung leidet.

LSVS-Funktionäre tragen Schuld

Die Verantwortung für den Finanzskandal beim LSVS liegt nach Ansicht der Saarländer bei den Funktionären. Fast zwei Drittel der Befragten machen sie für die Affäre verantwortlich.

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Ein Kommentar von Norbert Klein zum Saarlandtrend

SR-Chefredakteur Norbert Klein äußert sich zum Saarlandtrend: "Die Inszenierung des Merkel-Mobbings unter dem Deckmantel des Flüchtlingsstreits sorgt für Aufwind bei den Rechtspopulisten."

Saarlandtrend: Deutliche Abweichungen zu 2017

Seit gut einem Jahr ist die Landesregierung im Amt. Das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap hat dazu im Auftrag des SR in den vergangenen Tagen 1.000 Menschen befragt. Herausgekommen ist der aktuelle Saarlandtrend, den der aktuelle bericht vorstellt.

"Das lässt sich nur mit der Bundespolitik erklären"

SR 2-Landespolitikredakteuer Uli Hauck vermutet, dass der Aufschwung der AfD im Saarland vor allem mit dem Streit von CDU und CSU auf Bundesebene zu tun hat, denn im Saarland selbst gebe es "überhaupt keine Indikatoren", die für das "gute AfD-Ergebnis verantwortlich" sein könnten. Ein SR 2-Interview.

"Sorgen und Nöte der Menschen werden wenig beachtet"

Der neue Saarlandtrend zeigt, dass viele Saarländer beim Thema Bekämpfung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit Nachholbedarf für die Landespolitik sehen. Ingesamt 71 Prozent der Saarländer sind in diesem Politikbereich mit der Arbeit der Landesregierung "eher unzufrieden". Über die Hintergründe dieser Unzufriedenheit hat SR 2-Moderator Kai Schmieding mit Wolfgang Edlinger, dem Vorsitzenden der Saarländischen Armutskonferenz, gesprochen.

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"Das lässt sich nur mit der Bundespolitik erklären"

Für SR 2-Landespolitikredakteuer Uli Hauck hat der Aufschwung der Saar- AfD vor allem mit dem Streit Unionsstreit auf Bundesebene zu tun. Im Saarland selbst gebe es "überhaupt keine Indikatoren", die für das gute AfD-Ergebnis verantwortlich sein könnten. Hintergrund ist der aktuelle Saarlandtrend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap.

Interview: "Unzufriedenheit mit der Großen Koaliton wächst"

Zwar verliert die Große Koalition im aktuellen Saarlandtrend an Zustimmung. Dennoch ist nach Ansicht des Geschäftsführers von "infratest dimap" der Zuspruch für die Landesregierung immer noch sehr groß.