Borkenkäfer, Klimawandel und Corona - Wie geht es unserem Wald? (19.11.2020, 20:15) (Foto: SR/Birte Steinmetz)

SR/ARD-Themenwoche 2020 „#WIELEBEN – BLEIBT ALLES ANDERS“

„Borkenkäfer, Klimawandel und Corona – Wie geht es unserem Wald?“

  13.11.2020 | 14:40 Uhr

Die Corona-Krise und ihre Folgen haben das Bewusstsein für die Bedeutung einer intakten Natur noch einmal erheblich gesteigert. Und der Wald spielt dabei eine zentrale Rolle.

Holz diente über Jahrhunderte als Brenn- oder Baumaterial. Viele Waldflächen wurden komplett gerodet und erst im 19. Jahrhundert wieder nachgepflanzt. Deshalb handelt es sich beim heutigen Wald häufig um künstlich geschaffene, ökologisch instabile Reinbestände aus schnellwachsenden Baumarten. Ihnen machen Klimawandel, Schädlinge und Schadstoffeinträge besonders zu schaffen. 45 Prozent der Bäume sind inzwischen deutlich geschädigt, so der neue Waldzustandsbericht der Landesregierung.

Eine dramatische Entwicklung, denn die Wälder sind auch der wichtigste Verbündete gegen den Klimawandel. Bäume können helfen, den CO2-Gehalt in der Atmosphäre dauerhaft zu verringern, wenn ihr Holz langfristig zum Beispiel in Gebäuden oder Massiv-Holzmöbeln genutzt wird. Aktuell gibt es deshalb Bestrebungen, das Nutzen von Holz als Bauprodukte im Baurecht zu verankern.
Mit Wiederaufforstungsprogrammen wollen Bund und Länder die Wälder erhalten. Weil so viele Rehe da sind, fressen sie fast alle Setzlinge auf. Die Landesregierung will deshalb eine stärkere Bejagung fördern.

Annette Bak aus der SR-Wirtschafts- und Umweltredaktion hat mit ihrem Kamerateam die einheimischen Waldbestände unter die Lupe genommen.


Am Donnerstag, 19. November , 20.15 Uhr, im SR Fernsehen

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